Grüppenbühren /Bookholzberg Lange mussten die Handballerinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg um den Klassenerhalt in der Landesliga zittern – erst in der Schlussphase der Saison stand fest, dass das Team auch in der nächsten Spielzeit in der gleichen Klasse antreten darf.

Der neue HSG-Trainer Harald Logemann hatte bereits vor dem Saisonbeginn betont: „Wir wollen möglichst schnell viele Punkte sammeln, damit wir mit dem Abstieg nichts zu tun bekommen.“ Das sah zunächst sehr gut aus, denn die Vorbereitung lief über weite Strecken optimal. Doch Logemanns Vorstellungen vom Spiel unterschieden sich sehr von denen seines Vorgängers Timo Hermann. Die Folge: Einige erfahrene Spielerinnen beendeten ihre Karriere und hinterließen eine Lücke.

Der Trainer verteilte danach die Aufgaben neu, nahm dabei auch die jungen Spielerinnen in die Verantwortung. Das schien ein guter Weg zu sein und so war das Erschrecken groß, als die HSG mit 0:6 Punkten in die Saison startete. „Die Mädels konnten mit dem Druck noch nicht richtig umgehen, denn im Training waren alle mit Begeisterung dabei“, so Logemann. „In einigen entscheidenden Spielen haben wir im Angriff einfach zu wenig Tore erzielt.“

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Das schlug sich am Ende auch in der Tabelle nieder: Mit 512 erzielten Toren belegte die HSG Platz sieben und mit 558 Gegentoren lag das Team auf Platz sechs. Mit den insgesamt 95 Hinausstellungen befand sich die HSG in der Fairness-Tabelle im Mittelfeld. Aber: „Von 107 Strafwürfen konnten wir in dieser Saison nur knapp 72 Prozent verwandeln – daran müssen wir weiter arbeiten“, so Logemann.

Dabei zogen sich vermeidbare Pleiten wie ein roter Faden durch die Saison. Vor allem gegen die Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt gab es Aussetzer, die fast zum Abstieg geführt hätten. Die Vorentscheidung fiel erst am vorletzten Spieltag, als die HSG den als Absteiger feststehenden Wilhelmshavener HV mit 33:24 besiegte.

In der Saison zeigte sich Wiebke Möller zwar erneut als Torgarant, aber der Trainer wollte die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen. „Im Training müssen die Spielzüge weiter gefestigt werden, auch das Umschalten in die Offensive nach Ballgewinnen muss deutlich mehr über Tempo laufen“, weiß er. Zudem musste er wegen der langen Verletzungspausen von Annika Bodzian, Sarah Grützmacher und Frauke Hische oft improvisieren.

Der neuen Saison sieht Logemann, der HSG-Trainer bleibt, optimistisch entgegen: Nur Rena Blankemeyer und Mareike Hermann scheiden wohl endgültig aus der Mannschaft aus. Der Vorteil: der Kader bleibt weitgehend zusammen und kann auf bereits Erlerntes aufbauen.

„Wir wollen unsere Abwehr noch stabiler machen und der Angriff soll noch schneller agieren anstatt nur zu reagieren“, sagt Logemann. „Zudem wird gerade bei den jungen Spielerinnen weitere Überzeugungsarbeit notwendig sein, um ihr Potenzial weiter zu steigern – in der nächsten Saison wollen wir uns wieder als Team präsentieren.“

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