Littel Eine im Fußballkreis außergewöhnliche Erfolgsbilanz feiern an diesem Wochenende die Sportfreunde Littel-Charlottendorf: Seit 30 Jahren nehmen sie ununterbrochen mit einer Frauenmannschaft am Punktspielbetrieb teil. Aus diesem Anlass wird von diesen Freitag bis Sonntag, 17. bis 19. Juli, ein interessantes Programm auf dem Litteler Sportplatz, Am Helmskamp 2, geboten.

1970 habe der DFB Frauenfußball in Deutschland erstmals zugelassen, erinnert sich Jürgen Tempelmann, Sport- und Pressewart bei den Littelern. „Im Mai 1980 spielte eine Gymnastikgruppe gegen Mädchen der Litteler Landjugend.“ 1981 hätten dann Litteler Frauen gegen eine Mannschaft aus Ringstedt (bei Bremerhaven) gespielt, so Tempelmann. „Alles aber noch nicht organisiert und als reines Hobbyspiel.“

Programm in Littel

Zum Auftakt spielt an diesem Freitag auf dem Platz am Helmskamp das aktuelle Frauenteam – verstärkt durch ehemalige Litteler Spielerinnen – in einem Freundschaftsspiel gegen den Zweitligisten BV Cloppenburg.

Am Sonnabend beginnt um 15.45 Uhr das Spiel der B-Mädchen zwischen der SG Schwarz-Weiß Oldenburg/Sf Littel und dem SV Friedrichsfehn. Ab 18 Uhr spielt dann die Gründermannschaft aus dem Jahr 1985 gegen die aktuelle Frauenmannschaft der Sportfreunde.

Unter dem Motto „Littel bewegt sich“ wird es am Sonntag ab 10 Uhr ein umfangreiches Mitmachprogramm für Jung und Alt geben. Am Sonntagnachmittag wird das Dorfpokalturnier im Fußball ausgetragen. Hier treten reine Hobbyteams gegeneinander an, seien es Straßenmannschaften, Vereine oder Betriebe.

In den folgenden Jahren hätten immer mehr Mädchen Lust am Fußball gefunden und spielten in den Jungenmannschaften mit. „In der Saison 1884/85 spielte erstmalig eine Mädchenmannschaft – B-Mädchen bis 13 Jahre alt – bei Punktspielen mit“, weiß der Sportwart. Ab da hätten die Sportfreunde fast durchgängig Mädchenmannschaften gestellt.

In der Saison 1985/86 nahm dann zum ersten Mal eine Frauenmannschaft am Punktspielbetrieb der Kreisliga teil und wurde auf Anhieb Meister vor dem TuS Döhlen. Das erste Punktspiel wurde am 14. September 1985 mit 4:0 beim VfL Stenum gewonnen. „Auf den Aufstieg in die Bezirksklasse wurde aber verzichtet“, sagt Tempelmann.

1995/96 holten sich die Sportfreunde noch einmal den Titel in der Kreisliga. „In den letzten vier Jahren belegten sie immer den zweiten oder dritten Platz in der Kreisliga, doch in dieser Saison langte es nur zu einem Mittelfeldplatz“, sagt der Pressewart.

An insgesamt sieben Kreispokalendspielen nahmen Littels Fußballerinnen teil. „Zweimal wurden sie auch Kreispokalsieger. Das war 1996 und 1997“, sagt der Sportwart. „Das Finale 1996 fand an Himmelfahrt vor über 400 Zuschauern statt. In den beiden Folgejahren setzte der Verein Busse für die Fans ein.“

An diesem Freitag steht für die Sf Littel ein weiteres ganz besonderes Spiel an: Gegner auf dem heimischen Sportplatz ist der BV Cloppenburg, der mit seiner ersten Mannschaft in der 2. Frauen-Bundesliga spielt. Anstoß ist um 19.30 Uhr.

Nie Sorgen machen mussten sich die Fußballfrauen in Littel um den Nachwuchs. „Wir haben immer ein bis zwei Mädchenmannschaften gehabt“, sagt der Sportwart. Die Mädchen seien ab und zu auch bei den Frauen aufgelaufen. „Wir haben den eigenen Nachwuchs gefördert.“ Um die 17 Jahre seien aktuell die jüngsten Spielerinnen, die Torhüterin mit Mitte 40 die älteste auf dem Platz. „Die meisten Frauen sind zwischen 20 und 30 Jahre alt.“

In der vergangenen Saison bildeten die B-Mädchen, die am Sonnabend in einem Spiel gegen den SV Friedrichsfehn antreten werden, eine Spielgemeinschaft mit Schwarz-Weiß Oldenburg. „Im nächsten Jahr wir es erstmalig keine Mädchenmannschaft geben“, kündigt Tempelmann an. Zudem seien in den vergangenen Jahren einige Leistungsträgerinnen weggefallen: „Sie haben aufgehört oder sind weggegangen zu Friedrichsfehn und Wüsting. Dort spielen sie ein paar Klassen höher“, erzählt der Pressewart.

Hat die einzige Frauenmannschaft im Verein denn einen besonderen Status quo? „Nein, sie hat den gleichen Stellenwert wie jede andere Mannschaft auch und wird auch genauso gefördert.“

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