Lazne Bohdanec /Landkreis Die deutschen Faustballnationalmannschaften haben bei den Europameisterschaften der Frauen und Junioren ihre Vormachtstellung untermauert. Ohne Niederlage marschierten beide Teams im tschechischen Lazne Bohdanec zum Titelgewinn. Aus dem Landkreis Oldenburg hatten Michaela Grzywatz, Pia Neuefeind (Frauen), Hauke Rykena sowie Hauke Spille (U21) ihren Anteil am deutschen Doppel-Erfolg.

Frauen

Die Mannschaft von Bundestrainerin Silke Eber marschierte souverän durch das Turnier mit neun Nationen. In der Vorrunde gewann Deutschland, dank einer stabilen Abwehr um Michaela Grzywatz (Ahlhorner SV) und präzisen Schlägen der Angriffsreihe um die Ahlhornerin Pia Neuefeind gegen Tschechien, Italien, EM-Neuling Dänemark und Österreich. Als Gruppensieger hatte sich das deutsche Team direkt für das Halbfinale am Samstag qualifiziert.

Hier startete der Titelverteidiger gegen die Überraschungsmannschaft aus Serbien dann mit einem 1:4-Rückstand in die Begegnung. „Wir haben zu viele Bälle über die Mitte gespielt, die die Serbinnen bei dem stumpfen Gras dann annehmen konnten", kritisierte Bundestrainerin Eber. Das klappte im weiteren Verlauf dann besser, Deutschland machte mit einem 3:0-Sieg den Finaleinzug perfekt.

Gegner – wie schon bei den EM-Endspielen 2015 und 2017 – war Österreich. Von der souveränen Vorstellung der Spiele zuvor, war nur noch wenig zu erkennen. Neuefeind und Grzywatz feuerten ihre Teamkolleginnen von außen an, die nach einer 1:0-Führung den Satzausgleich kassierten. „Es hat immer so ausgeschaut, als dass wir mit angezogener Handbremse gespielt haben“, fand Silke Eber. Immer dann wenn es im Angriff gut gelaufen wäre, habe die Abwehr mit Problemen zu kämpfen gehabt. Mit viel Kampfgeist schaffte es das deutsche Team aber, mit 3:1 seine sechsjährige Siegesserie fortzusetzen und den elften EM-Titel der Geschichte zu gewinnen. Und: Als Europameister qualifizierte sich Deutschland auch für den erstmals ausgetragenen Frauenwettbewerb bei den World Games 2021 in den USA.

U-21-Junioren

Kurz vor den Frauen hatte bereits die männliche U 21 lautstark ihren EM-Titelgewinn gefeiert. In der Vorrunde am Freitag war das deutsche Team zwar zweimal mit einem Satzrückstand gegen Österreich und die Schweiz in die Partie gestartet, hatte die Partie aber jeweils zu einem 3:1-Sieg gedreht und den direkten Finaleinzug perfekt gemacht.

Hier lieferte das Team von Bundestrainer Hartmut Maus dann eine starke Vorstellung ab. Gegner Österreich fand kein Mittel gegen die kompakt stehende Defensive um Mittelmann Hauke Spille (TV Brettorf), der die Bälle immer wieder perfekt für die Angreifer auflegte. Sein Vereinskamerad Hauke Rykena sorgte mit seinen hart geschlagenen Bällen in Richtung Grundlinie für viele Punkte. Mit einem deutlichen 3:0-Sieg revanchierte sich Deutschland für die Niederlage aus dem Vorjahr. „Wir haben als Team eine tolle EM gespielt“, jubelte Hauke Spille über den Erfolg.

Sönke Spille Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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