Ahlhorn /Brettorf Die Faustballer des TV Brettorf und Ahlhorner SV haben ihre erste Niederlage in der 1. Bundesliga Nord kassiert. Nur drei Tage nach dem Auftaktsieg gegen den TK Hannover verlor die Mannschaft von TVB-Spielertrainer Christian Kläner gegen den VfL Kellinghusen überraschend deutlich mit 1:5. Der Ahlhorner SV unterlag am Sonnabend ebenso unerwartet der SG Stern Kaulsdorf mit 2:5.

TV Brettorf - VfL Kellinghusen 1:5 (7:11, 9:11, 4:11, 11:5, 9:11, 6:11). Es waren einige Parallelen zum ersten Saisonspiel gegen Hannover auszumachen. Wieder lag Brettorf 0:3 zurück – wieder gewannen die Gastgeber Satz vier und ließen die Hoffnung aufkeimen, die Wende zu schaffen. Doch was am Mittwoch noch klappte blieb, am Sonnabend aus – ein Sieg. Mit dem wiedergenesenen Malte Hollmann und Tim Pfeifer im Angriff sowie Kapitän Tim Lemke, Hauke Spille und Marc Lange in der Defensive startete Brettorf in die Partie gegen die Schleswig-Holsteiner. Spielertrainer Christian Kläner beobachtete von der Seitenlinie einen ausgeglichenen Beginn, nach Brettorfer 4:3-Führung zogen die Gäste aber davon und holten sich den ersten Satz mit 11:7. Auch im zweiten Abschnitt begegneten sich die beiden Teams auf Augenhöhe, beim Stand von 8:8 übernahm Kläner die Position vorne rechts – ohne den gewünschten Erfolg. Kellinghusen gewann erst Satz zwei, kurz danach erhöhte die Mannschaft um U-18-Nationalspieler Rouven Kadgien auf 3:0. „Wir wollten bei diesem Wetter möglichst wenig Eigenfehler machen“, berichtete Coach Kläner nach dem Spiel. „Irgendwie haben wir das nicht wirklich verstanden. So viele Fehler, wie wir gemacht haben, waren echt erschreckend“, resümierte er.

Einzig nach der Satzpause gelang es dem TVB, auf 1:3 zu verkürzen. Doch eine Aufholjagd blieb aus. Kellinghusen wechselte im Angriff und brachte Sascha Heidrich für Tom Kröger. Auch der Neuzugang aus Gnutz präsentierte sich im Vergleich mit der Brettorfer Offensive als deutlich effizienter. „Wir haben noch große Probleme mit unserer Angabe und der Abgeklärtheit im Rückschlag. Auch in der Defensive waren das eindeutig zu viele Unsicherheiten“, begab sich Kläner auf Fehlersuche. „Es ist nicht schlimm, wenn wir einmal ein Spiel verlieren, aber die Art und Weise hat mir nicht gefallen“, so der TVB-Trainer.

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Ahlhorner SV - SG Stern Kaulsdorf 2:5 (8:11, 8:11, 10:12, 11:3, 11:9, 7:11, 8:11). Eine Erklärung für die überraschende Heimpleite der Ahlhorner war das kurzfristige Fehlen von Hauptangreifer Christoph Johannes, der krankheitsbedingt ausfiel. Allerdings hätte sich ASV-Trainer Thomas Neuefeind von den verbliebenen Spielern auch wesentlich mehr erhofft. „Gerade der Nachwuchs hat versagt“, kritisierte der Coach. so leistete sich Schlagmann Arne Grotelüschen alleine in den ersten drei Sätzen 16 Eigenfehler. „Danach habe ich aufgehört zu zählen“, meinte Neuefeind. Somit sah sich der ASV, der sich für den Tag seiner Tribüneneinweihung sicherlich ein erfolgreicheres Spiel gewünscht hatte, bereits schnell mit 0:3 in Rückstand.

Im vierten und fünften Satz stabilisierte sich das Spiel der Gastgeber ein wenig, weil es gelang, die Fehlerquote zu reduzieren. Außerdem zahlte es sich aus, dass Abwehrspieler Tim Albrecht auch den Rückschlag übernahm. Doch ab dem sechsten Durchgang schoss die Anzahl der Eigenfehler wieder nach oben. „Auch das Zuspiel war nicht mehr genau genug“, bemängelte Neuefeind, der andererseits auch lobende Worte für das starke Spiel der Kaulsdorfer übrig hatte. „Die haben sehr gut gespielt und mit viel Mut und Risiko in Angabe sowie Rückschlag agiert.“ An das eigene Team richtete er indes klare Worte: „Darüber wird beim Training noch zu sprechen sein. Einige sollten sich mal hinterfragen, ob sie genügend investieren, um in der 1. Bundesliga zu spielen.“

Beide Landkreisclubs haben nun zwei Wochen Zeit, um ihre Probleme in den Griff zu bekommen – dann bittet der Ahlhorner SV den TVB am Freitag, 20. Mai, zum Derby.

Sönke Spille Freier Mitarbeiter Lokalsport / NWZ-Redaktion
Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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