Landkreis Damit war vor einigen Wochen eher nicht zu rechnen, doch pünktlich zum Saisonfinale ist wieder reichlich Spannung in der Fußball-Kreisliga. Die Lokalsportredaktion der NWZ wagt vor dem vorletzten Spieltag einen Blick in die Kristallkugel.

Meisterschaft

Die Ausgangslage: Durch den Last-Minute-Sieg am Mittwoch beim TV Munderloh hat der Ahlhorner SV das Titelrennen spannend gemacht. Der ASV ist mit Tabellenführer Heidkrug gleichgezogen (beide 69 Punkte), hat nun aber ein Spiel mehr und weist das wesentlich schlechtere Torverhältnis auf. Heidkrug tritt an diesem Freitagabend zum Spitzenspiel beim Tabellendritten Harpstedter TB (65 Punkte) an, der bei einem Sieg ebenfalls in der Verlosung bleibt. Der HTB scheint derzeit mit acht Siegen hintereinander sogar das formstärkste Team der Kreisliga zu sein. Am letzten Spieltag empfängt Ahlhorn den Tabellenfünften TSV Großenkneten, Heidkrug spielt zuhause im Stadtderby gegen Hürriyet Delmenhorst, und Harpstedt reist ebenfalls nach Delmenhorst – zum SV Atlas II mit der besten Offensive der Liga. Pikanterie am Rande: Beim Schlussakkord der Kreisliga finden die Partien nicht – wie in den vergangenen Jahren praktiziert – zeitgleich statt. Harpstedt legt bereits am Freitag, 31. Mai, vor. Ahlhorn spielt einen Tag später, und Heidkrug zieht am Sonntag, 2. Juni, erst nach. Die Prognose: Die Entscheidung fällt tatsächlich am letzten Spieltag, weil Harpstedt seine Serie gegen den Spitzenreiter fortsetzt. Dann kommt es zum Showdown, in dem Harpstedt und Ahlhorn vorlegen. Heidkrug behält aber die Nerven und macht mit einem Heimsieg gegen eine eventuell nicht mehr so motivierte Hürriyet-Elf den Titel perfekt.

Abstieg

Die Ausgangslage: Der Delmenhorster TB (12 Punkte) bräuchte für den Klassenerhalt noch zwei Siege, gleichzeitig dürften weder Falkenburg noch Achternmeer punkten. Für die Delmenhorster geht es noch zum TSV Ganderkesee und im Heimspiel gegen den Stadtrivalen TV Jahn Delmenhorst. Falkenburg hat mit 17 Zählern die bessere Ausgangslage als Achternmeer (15 Punkte). Schwere Spiele liegen noch vor beiden Teams. Falkenburg muss in Huntlosen und gegen Ganderkesee antreten, Achternmeer empfängt Hasbergen und spielt zum Abschluss in Wardenburg. Die Prognose: Der DTB hat in diesem Jahr bislang nur einen Sieg eingefahren. Dass ausgerechnet in den letzten zwei Partien der Saison diese Ausbeute noch verdoppelt wird, scheint unrealistisch. Als logische Konsequenz steigen die Delmenhorster ab. Noch schlechter im Jahr 2019 schnitt Achternmeer ab, das neun Niederlagen kassierte, wobei vor allem jene gegen die direkten Konkurrenten besonders schmerzten. Das entscheidende Spiel steht wahrscheinlich schon an diesem Wochenende gegen Hasbergen an – verliert Achternmeer auch hier, ist das Team nicht mehr zu retten, und den Falkenburgern würde selbst die aktuelle Punktzahl (17) zum Klassenerhalt reichen.

„Best of the rest“

Die Ausgangslage: Trotz der Niederlage gegen Ahlhorn am Mittwochabend liegt der TV Munderloh weiter auf Platz sieben – hat aber nur noch ein Spiel zu absolvieren. Der TV Dötlingen (noch gegen Großenkneten und Huntlosen), TSV Ganderkesee (Delmenhorster TB und Falkenburg) und TSV Hasbergen (Achternmeer und Munderloh) schielen noch auf diesen Platz. Die Prognose: Der TSV macht tatsächlich noch einmal zwei Plätze gut im Tableau und lässt als Siebter sowohl Dötlingen als auch Munderloh hinter sich. Dagegen ist bei Hasbergen die Luft raus, der TuS bleibt Zehnter.

Torschützenkönig

Die Ausgangslage: Vier Torjäger liegen an der Spitze noch eng beisammen. Derzeit führt Dötlingens Shqipron Stublla die Rangliste mit 28 Treffern an, Dominik Entelmann (SV Atlas Delmenhorst II/27) und Niklas Fortmann (Harpstedter TB/27) sind ihm aber auf den Fersen. Auch Emiljano Mjeshtri (Atlas II) liegt mit 25 Treffern noch in Reichweite. Während sich die Torjäger von Atlas II und Harpstedt noch im direkten Duell gegenüberstehen, nachdem der HTB zuvor auf die beste Abwehr der Liga getroffen ist (Heidkrug), tritt Stublla mit dem TVD noch in Großenkneten und gegen Huntlosen an. Die Prognose: Shqipron Stublla verabschiedet sich als Kreisliga-Torjäger in Richtung Ahlhorn. Den „Vize“ macht Niklas Fortmann, während sich die Delmenhorster Rang drei und vier teilen.

Gloria Balthazaar Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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