Wildeshausen Ein königlicher Zug: Spartak Grigorian vom SK Wildeshausen ist Deutscher Meister im Schach in der Altersklasse U 18. Nachdem er im Dezember 2013 schon einmal mit der Wildeshauser Mannschaft die Goldmedaille geholt hatte, ist es für den 17-Jährigen jetzt der erste Einzeltitel bei einer DM. Zuvor hatte er in den Altersklassen U 12 (2010) und U 14 (2012) schon Vizetitel geholt.

„Es hat einfach alles zusammengepasst“, freute sich Wildeshausens Trainer Jens Kahlenberg. Wichtig sei vor allem der gute Start in das Turnier gewesen, das über eine Woche in Willingen ausgetragen wurde. Und diesen guten Start erwischte Grigorian tatsächlich. Von Anfang an mischte der Wildeshauser an der Spitze mit, trotzte in der dritten Runde dem großen Turnierfavoriten Jonas Lampert vom Hamburger SK ein Remis ab. In der sechsten Runde büßte der Wildeshauser zwar die Tabellenführung ein, doch nach einem Sieg in der vorletzten Partie gegen Julius Grimm (Darmstadt) lag er wieder vorne. „Danach wussten wir, dass in der letzten Runde zu 99 Prozent schon ein Remis reichen würde“, rechnete Kahlenberg vor. Und sein Schützling legte eine Punktlandung hin: Gegen Maximilian Ruff (Sasbach) einigte sich Grigorian nach dem 20. Zug auf ein Remis. Aufgrund der besseren Buchholzwertung reichten die 6,5 Punkte vor den punktgleichen Lampert und Xianliang Xu (SG Porz) zum Titelgewinn.

„Damit hat er unsere Erwartungen mehr als erfüllt. Im Vorfeld hatten wir mit einer Medaille geliebäugelt – aber mit dem Titel hat niemand gerechnet“, so der Trainer. Neben der Goldmedaille wartet auf den Wildeshauser noch eine weitere wertvolle Belohnung, denn er darf nun im Oktober an der Weltmeisterschaft in Griechenland teilnehmen.

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Neben Wildeshausens Ausnahmetalent am Schachbrett nahmen noch vier weitere Spieler des SKW an der DM teil. Im U-16-Turnier der Jungen schloss Minh Duc Ngo vier Positionen besser als in der Setzliste platziert ab und belegte Rang 16. „Er hat ein gutes Turnier gespielt und dabei seine DWZ leicht verbessert“, lobte Kahlenberg. Für Jari Reuker sei indes in der Altersklasse U 14 „mehr drin“ gewesen, urteilte der SKW-Trainer. Er startete gegen zwei schwächere Gegner nur mit einem Remis, konnte sich am Ende dank eines guten Endspurts aber noch auf den neunten Platz vorkämpfen.

Bei den Mädchen U 14 spielte Madita Mönster bis zur sechsten Runde sehr stark und verlor bis dahin nur eine Partie, am Ende belegte sie den 22. Platz. Im offenen Turnier holte Ronja Reuker vier Punkte und erreichte damit den 43. Platz.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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