HARPSTEDT Es wäre mehr drin gewesen beim Nachwuchspokal-Turnier des Niedersächsischen Turnerbundes: Noch in der Vorrunde am Sonnabend hatte die Auswahlmannschaft Hannover-Nord in der Altersklasse der 14/15-Jährigen mit Britt Bode vom SC Düsen sowohl die Konkurrenz von Hannover Süd als auch von Westfalen im Griff gehabt. Beide Spiele gewannen sie mit 10:7. In den Finalrunden am Sonntag trafen sie erneut auf beide Mannschaften – und verloren. „Vielleicht haben wir sie auf die leichte Schulter genommen“, meinte Britt Bode selbstkritisch. In einem knappen und überaus spannenden Spiel verloren sie gegen Hannover Süd mit 5:6 – und ihre Korbfrau Luisa Schlemm gleich mit. Sie hatte sich über die Niederlage so aufgeregt, dass sie wegen Unsportlichkeit die rote Karte sah.

Unterfranken souverän

Diesen Verlust konnten die Mädchen im Spiel um Platz drei gegen Westfalen nicht wettmachen. „Wir waren ziemlich fertig und enttäuscht“, gestand Bode. Folge: Mit 4:14 gingen sie unter. Trotzdem war die 14-Jährige mit der Mannschaftsleistung zufrieden: „Die anderen haben eine andere Deckung gespielt, wären wir darauf eingestellt gewesen, hätten wir noch besser abgeschnitten.“ Ob es für die dominierende Auswahl aus Unterfranken gereicht hätte, weiß sie allerdings nicht. Die Siegermädchen dominierten in der Vorrunde mit Kantersiegen und schlugen im Finale Hannover Süd mit 14:8.

In der Altersklasse der 16- und 17-Jährigen erreichten die Mädchen von Hannover Nord dank einer überzeugenden Leistung den zweiten Platz. Erst im Endspiel mussten sie sich der Mannschaft von Weser-Ems geschlagen geben. „Die hatten eine richtig gute Korbfrau“, hatte Britt Bode beobachtet. Dennoch war der zweite Platz für die Mädchen von Hannover Nord ein toller Erfolg, nachdem sie im vergangen Jahr noch auf dem letzten Platz gelandet waren.

Ausgefeilte Logistik

Dass sportlich alles rund lief, war einer akribischen Organisation im Vorfeld zu verdanken. Seit Juli hatte sich der SC Düsen auf seine Gastgeberrolle vorbereitet. „Vor allem Logistik“, sagte Frank Schadwinkel, Leiter der Frauenmannschaft und Mitorganisator. Zusammen hatten er und andere Vereinsmitglieder Unterkünfte für rund 100 Sportler und Betreuer gesucht, die Spielstätten in der Halle am Schwarzer-Berg-Weg aufgebaut und Verpflegung beschafft. „Alles ist friedlich abgelaufen und keine Spielerin hat sich verletzt“, berichtete Schadwinkel. Sportlich hatten ihn die 14/15-Jährigen aus Unterfranken beeindruckt. „Die waren eine Wucht“, sagte er. Mit Blick auf das gesamte Turnier sagte er: „Wer richtig guten Korbball sehen wollte, konnte ihn am Wochenende bei uns sehen.“

Timo Ebbers Ltg. / Online-Redaktion
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