Hude Nach seinem Traumeinstand mit dem Derbysieg gegen den VfL Stenum blieb Lars Möhlenbrock erstaunlich cool. „Das lief doch ganz gut“, sagte der neue Trainer des Fußball-Bezirksligisten FC Hude direkt nach dem überraschenden 3:2 (2:0)-Heimerfolg gegen den favorisierten Gast aus der Nachbargemeinde. Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie feierte der Aufsteiger am Sonntagnachmittag den zweiten Saisonerfolg.

Auch wenn spielerisch nicht immer alles so glatt lief – an Herzblut und Einsatzwillen mangelte es den Hudern keineswegs. Eine Steigerung gegenüber der Vorwoche beim 1:2 gegen Tur Abdin war unverkennbar. „Wir haben unseren Plan, möglichst kompakt zu stehen, gut umgesetzt“, erklärte Möhlenbrock. Seine Spieler folgten dem Plan des neuen Übungsleiters und gingen mit Leidenschaft in die Zweikämpfe.

Stenum hatte zwar spielerische Vorteile, kam aber vor allem im ersten Durchgang nur selten gefährlich vor das Huder Tor. Auch die Platzherren offenbarten kein Offensivfeuerwerk, erarbeiten sich jedoch mit zwei Geniestreichen eine 2:0-Führung: Zunächst zirkelte Torben Liebsch einen Freistoß direkt und platziert zum 1:0 in die Maschen (33.). Der Standardsituation nahe der Strafraumgrenze war ein Handspiel von Jonas Dittmar vorausgegangen. Beim 2:0 war ursprünglich der VfL Stenum im Vorwärtsgang, Hude eroberte in der eigenen Hälfte den Ball und fuhr einen schnellen Konter. Der enteilte Julian Arciszewski ließ Gäste-Torhüter Marco Scheffler keine Abwehrmöglichkeit und erhöhte gegen seinen Ex-Club kurz vor dem Pausenpfiff.

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In der Kabine muss VfL-Coach Thomas Baake die richtigen Worte gefunden haben. Seine Schützlinge blühten im Angriff mit Beginn des zweiten Abschnitts auf und waren auch vor dem Tor kaltschnäuziger. Julian Dienstmaier traf mit einem satten Schuss zum 1:2 (47.) – bereits sein sechstes Saisontor. Nur acht Minuten später erzielte Lukas Schwieters nach einer Ecke das 2:2. Der Stenumer nahm die Kugel hervorragend an, drehte sich um die eigene Achse und belohnte sich für die feine Einzelleistung mit dem Ausgleichstreffer.

„Danach hatte ich gedacht, wir würden den Druck weiter aufrechterhalten und die Partie für uns entscheiden“, erklärte Baake sichtlich angefressen. „Wir hätten nach dem 2:2 mehr investieren müssen.“ Während seine Akteure vorne nur Fahrkarten schossen, avancierte auf der anderen Seite Tolga Üzüm zum Matchwinner. Mit einer Kopfball-Bogenlampe über Scheffler verlängerte der aufgerückte Verteidiger einen indirekten Freistoß ins Tor (62.). „Das ist natürlich wie gemalt, dass das 3:2 so früh nach dem 2:2 gefallen ist“, freute sich Möhlenbrock. „Auch nach dem Ausgleich hatte ich das Gefühl, dass wir noch ein Tor machen.“ Sein Gefühl ließ den Neu-Trainer nicht im Stich.

In der letzten halben Stunde sahen die rund 250 Zuschauer im gut besuchten Waldstadion noch eine großartige Chance für Stenum. Doch Hudes Keeper Philipp Witte wehrte den Versuch des freistehenden Viktor Stetinger mit einer Glanzparade ab und tütete die drei Punkte für den FC ein. In der Nachspielzeit sah Dittmar nach einer unfairen Aktion gegen Arciszewski die Rote Karte.

„Heute hat die glücklichere Mannschaft gewonnen. Hude hat auch ein wenig von den Schiedsrichter-Entscheidungen profitiert“, sagte Baake. „Wir hätten niemals verlieren dürfen!“ Ganz anders die Stimmung beim Liga-Neuling, der nach den turbulenten Wochen im Abstiegskampf ein dickes Ausrufezeichen setzte.

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