Wildeshausen In der Landesliga-Tabelle haben die Fußballer des VfL Wildeshausen zwar eine Position eingebüßt – nach dem 1:1 (0:0) gegen den TuS BW Lohne und dem zeitgleichen 3:1-Heimsieg des VfR Voxtrup gegen den TuS Pewsum rutschte die Mannschaft in der Abstiegszone auf den 14. Platz ab. Und doch durften sich die Wildeshauser im heimischen Krandel-Stadion vor rund 280 Zuschauern und bei bestem Fußballwetter irgendwie als moralische Sieger fühlen – schließlich hatten sie das Remis nicht gegen irgendwen, sondern den bisherigen Tabellenführer geholt.

„Das war eine großartige Leistung“, fand VfL-Trainer Marcel Bragula – und hatte damit angesichts des disziplinierten und konzentrierten Auftritts seiner Truppe absolut Recht. „Die Jungs haben zu 100 Prozent das umgesetzt, war wir gefordert hatten, und mit Kampf und taktischer Disziplin dagegengehalten“, lobte der VfL-Coach. Abteilungsleiter Ottmar Jöckel war ebenfalls hochzufrieden und erklärte mit einem Blick auf die Tabelle: „Uns braucht noch niemand abschreiben!“

Bragula hatte seine Startformation im Vergleich zum Heimspiel gegen Dinklage nur auf einer Position – Jan Lehmkuhl anstelle von Rene Tramitzke – verändert und setzte auf ein 4:3:3-System. Es sollte genau die richtige Taktik gegen den Meisterschaftsmitfavoriten sein. Zwar war Lohne im ersten Abschnitt überlegen und kreierte einige Chancen. Doch standen die Platzherren in der Defensive recht gut. Wenn es doch brenzlig wurde, konnte Nachwuchskeeper Lauren Riedel sich auszeichnen. Der 19-Jährige klärte gleich mehrfach gegen Frank Placke bei einem Freistoß (13. Minute), Tim Wernke (13-Meter-Schuss/25.) und Felix Övermann (Kopfball/45.).

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Wildeshausen kam im ersten Abschnitt eher sporadisch zu Chancen, die besten besaßen Ole Lehmkuhl (Schuss aus spitzem Winkel/7.), Kevin Kari (24.) und Maximilian Seidel, der zweimal an TuS-Torhüter Tim Kröger scheiterte (29.). Kröger musste wenig später nach einem Zusammenprall mit einem VfL-Spieler ausgewechselt werden – Ersatzkeeper Simon Kolhoff ersetzte ihn aber nahtlos.

In der zweiten Halbzeit ließ der Druck der Gäste etwas nach, Wildeshausen gestaltete das Spiel ausgeglichen. In der 67. Minute rückte Thorben Schütte gleich zweimal in den Mittelpunkt. Erst klärte der Neuzugang in der Innenverteidigung stark gegen Wernke, dann köpfte er im Gegenzug nach einer Ecke von Lukas Schneider an den Außenpfosten – das hätte die Führung für den VfL sein können.

Stattdessen gab es den Torjubel wenig später auf der anderen Seite: Nach einer spektakulären Parade in einer 1:1-Situation gegen Wernke flog der Ball wie eine Bogenlampe vor die Füße von Julius Liegmann, der nur abzustauben brauchte (70.). Wildeshausen ließ sich nach dem Rückstand nicht hängen, sondern reagierte mit wütenden Angriffen. Der Mut wurde belohnt, denn der eingewechselte Lennart Feldhus erzielte nach schöner Vorarbeit von Lukas Schneider das 1:1 (79.). „Aufgrund der zweiten Halbzeit ist das Ergebnis für Wildeshausen verdient. Sie haben alles reingeworfen. Natürlich hatten wir uns ein anderes Ergebnis gewünscht“, so TuS-Trainer Thomas Schmunkamp.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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