HARPSTEDT Das Limit überzogen hat der Harpstedter Turnerbund im vergangenen Jahr bei seinen Ausgaben: Ein dickes Minus von 7593,81 Euro stand unterm Strich bei der langen Rechnung von Kassenwart Udo Maier auf der Jahreshauptversammlung am Freitagabend im Restaurant „Charisma“. „Wir kommen mit dem Geld nicht mehr aus.“ Durch den Anstieg der Trainingsstunden seien auch die Aufwendungen für die Übungsleiter in die Höhe gegangen. Der Vorstand schlug daher der Mitgliedsversammlung vor, den Beitragssatz anzuheben: Alle Teilnehmer erhoben rote Karten – als Zeichen der Zustimmung. Damit steigt beispielsweise der Beitrag eines Erwachsenen um 10 Euro auf 85 Euro. Vergleichsweise sei der HTB trotz der Erhöhung immer noch sehr günstig, versicherte der Vorsitzende. Ausschließlich Zustimmung kassierten auch die Beschlussvorlagen für den Einsatz eines neuen FSJlers sowie für den Erbpachtvertrag des Vereinsheimsgrundstückes mit der Samtgemeinde.

Doch es ging auf der Jahreshauptversammlung des HTB bei Weiten nicht nur um Finanzen. In ihren Berichten ließen die Spartenleiter und allen voran der Vorsitzende das vergangene Jahr Revue passieren. Einstimmiger Tenor: Der Verein ist gut aufgestellt. Mit seinem breit gefächerten Angebot habe er 30 weitere Sportler dazugewinnen können. Auch die Altersstruktur trotze weiterhin dem demografischen Wandel. Kehrseite der Medaille: „Die Anforderungen an ehrenamtliche Mitarbeiter sind stark gestiegen“, berichtete Detlef Dräger. Immer weniger Ehrenamtliche müssten immer mehr der sich professionalisierenden Vereinsarbeit leisten. Viele seien bereits am Limit angekommen.

Auf eine „Wasserstandsmeldung“ zum Großproblem Schwimm- und Turnhalle musste Detlef Dräger vorerst verzichten. Samtgemeinde-Bürgermeister Uwe Cordes teilte in seiner Begrüßungsrede mit, dass er zunächst die Ratsmitglieder über den bereits vorliegenden ersten Entwurf informieren wolle. Dies werde am Freitag geschehen.

Trotz der unsicheren Trainingsmöglichkeiten wagte der HTB einen Ausblick auf das Jahr – und die steht mit fünf Jubiläen unter einem guten Stern: Auf 25 Jahre Karate kann die Sparte Kampfkunst zurückblicken, vor 35 Jahren wurde das Badminton-Spiel etabliert, die Handball-Abteilung wurde vor 60 Jahren gegründet und auf 100 Jahre kann nun die Fußball-Sparte stolz sein. Auch der Sportverein als Ganzer feiert einen runden Geburtstag, den 130..

An der Spitze des Traditionsvereins hat sich auf der Jahreshauptversammlung nur wenig verändert: Auf dem zur Wahl stehenden Posten des 2. Vorsitzenden wurde Heino Wulferding unisono bestätigt, ebenso wie der Kassenwart Udo Maier, der Sportliche Leiter Ronald Janowsky und der Ehrenrat, bestehend aus Hans Bädeker, Karl-Heinz Fronzek, Horst Pussack und Ulla Servatius. Neu gewählt wurde in Abwesenheit Daniela Müller als Jugendwartin.

464 Fußballspiele hat Helmut Meyer im Laufe seines 60-jähigen Vereinsleben auf dem Spielfeld bestritten. Und auch heute ist der ehemalige Jugendbetreuer, Spartenleiter und 2. Vorsitzende noch mit dem HTB verbunden: Regelmäßig fährt der mittlerweile 72-Jährige seine Enkel zum Fußball-Training. Dieses Engagement ehrte der Verein im Rahmen der Jahreshauptversammlung. Allein: Eine Ehrennadel konnte de Vorsitzender ihm nicht ans Revers heften – der Sportverein hat nur Gravierungen für maximal 50-jährige Mitgliedschaft vorrätig.

Ehrennadeln und -urkunden bekamen an diesem Abend vom Vorstand überreicht: Peter Manneck (für 50 Jahre Mitgliedschaft), Marlene Barlage, Uwe Ihmels und Werner Tieke (alle 40), sowie Theodor Hesse, Helmut Oldenburg, Andrea Schröder, Sandra Stratmeyer, Jens Stuckenschmidt, Stefan Wacholder, Uwe Weinert und Michael Witte (alle 25).

Stefanie Dosch Newsdeskmanagerin / Politikredaktion
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