Ippener Wer Tore sehen möchte, ist beim Fußball-Kreisligisten TSV Ippener genau richtig: 54-mal versenkten die Spieler von Trainer Chawkat El Hourani in den ersten zehn Spielen den Ball im gegnerischen Netz. „Wir haben vorne sehr starke Jungs und üben bei jedem Training am Ende eine halbe Stunde lang Torschüsse aus allen Positionen“, erklärt El Hourani das Geheimnis der Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.

Nach dem 10:3 im Nachholspiel am Dienstag gegen Ahlhorn steht der TSV in der Tabelle auf Platz drei und hat im Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten FC Hude am Sonntag (15 Uhr) die Möglichkeit, die Huder zu überholen. Die Gäste wissen jedoch ebenfalls, wo das Tor steht: Sie trafen 32-mal ins gegnerische Netz. In der Defensive gehören beide zwar auch zum oberen Drittel der Liga, mussten jedoch einige Gegentreffer hinnehmen (Ippener 16, Hude 13). Gibt es also ein Torfestival an der Dorfstraße? „Das glaube ich nicht, beide Mannschaft sind im Angriff gut, aber werden auf ihre Defensive achten“, sagt El Hourani.

Mit dem Saisonstart ist er zufrieden: „Das konnte kein Mensch vorher sehen und ist super gelaufen. Bei uns lief alles perfekt, bis auf das Spiel gegen Wardenburg.“ Druck habe seine Mannschaft nicht. Obwohl der TSV derzeit oben mitspielt, gebe der Verein den Aufstieg nicht als Saisonziel aus. „Wenn es mit dem Aufstieg klappt, freuen wir uns, aber wenn nicht, ist dies auch nicht schlimm“, betont El Hourani.

Er wolle mit seiner Mannschaft einfach guten Fußball spielen, gewinnen und Spaß haben: „Dabei lasse ich immer offensiv spielen, denn wir haben ja nichts zu verlieren.“

Gerade, weil seine Mannschaft derzeit nichts zu verlieren habe, ist El Hourani angesichts der vielen Karten, die gegen sein Team ausgesprochen wurden, selbstkritisch: „Wir müssen alle disziplinierter sein und darauf achten, dass niemand von uns die Rote Karte gezeigt bekommt und besser mit dem Schiedsrichter umgehen.“ Seine Mannschaft und auch er selber würden zu schnell die Nerven verlieren. „Wir müssen daran denken, dass wir nicht um jeden Preis gewinnen müssen und geben uns Mühe, diese Undiszipliniertheit abzuschaffen, denn das steckt alle Mitspieler an.“ Dazu wurde das Thema im Training am Donnerstagabend noch einmal angesprochen.

Die Stimmung im Team sei gut und jeder freue sich nun auf das anstehende Spitzenspiel vor eigenem Publikum. Einen Wermutstropfen muss die Mannschaft jedoch hinnehmen, der Top-Torjäger der Liga, Zana Ibrahim (20 Tore), wird aufgrund einer Verletzung nicht auflaufen können. Dafür hat der TSV jedoch noch Hayri Sevimli in seinen Reihen, der mit zehn Toren auf Platz zwei der Ligaweiten Torschützenliste steht. Beim Tippspiel der NWZ setzt El Hourani auf ein 2:0 für seine Mannschaft. Das bisher letzte Aufeinandertreffen endete mit 9:8 für Ippener – allerdings nach Elfmeterschießen.

Nils Coordes Redakteur / Newsdesk
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