HUDE Auch von einem eingeklemmten Nerv will sich Maik Neumann nicht aufhalten lassen. „Ich hatte unter der Woche unglaublich starke Schmerzen, aber der Arzt hat mich eingerenkt, und nun hoffe ich, dass ich spielen kann“, sagte der Oberliga-Tischtennisspieler vom TV Hude. Moral und Motivation stimmen also beim Tabellenzehnten vor dem „Abstiegs-Endspiel“ gegen die mit argen Personalproblemen anreisende TSG Burg Gretesch. Das Derby findet am heutigen Sonnabend ab 16 Uhr in der Halle am Huder Bach statt. Das Treffen wurde auf Wunsch der Gäste kurzfristig um eine Stunde nach hinten verlegt.

Während auf Huder Seite der Einsatz von Neumann auf der Kippe steht, kommen die Osnabrücker Gäste auf jeden Fall mit einem dezimierten Kader. Imanuel Mieschendahl, die Nummer drei bei Burg Gretesch, steht nicht zur Verfügung, und auch Alexander Krause (Nummer sechs) fällt vermutlich aus. Da zeitgleich sowohl die zweite als auch die dritte Mannschaft der TSG wichtige Partien in ihren Klassen zu bestreiten haben, muss die Oberliga-Truppe möglicherweise auf zweifachen Ersatz aus der Kreisliga zurückgreifen. Sollte das Szenario tatsächlich so sein, dass Gretesch im unteren Paarkreuz ein Himmelfahrtskommando aufbietet, wäre ein Huder Sieg gegen den Tabellensiebten Pflicht. Gleich vier Einzel und auch ein Doppel sollten den Gastgebern gegen die sieben Staffeln tiefer angesiedelten Kreisligaspieler in den Schoß fallen.

„Auf keinen Fall dürfen wir den Fehler machen und den Gegner unterschätzen. Allein die vier Stammspieler sind in der Lage, alle ihre Einzel gegen uns zu gewinnen“, fordert Hudes Frontmann Felix Lingenau höchste Konzentration. „Wir werden mit einer adrenalin-gesättigten Wucht gegen Gretesch aufschlagen und können auf einen vor Vitalität strotzenden Kader zurückgreifen“, ist sich Alex Dimitriou sicher: „Und auch Peter Graham ist wieder am Start“, so der Grieche. Zuletzt musste der irische Nationalspieler passen und fehlte aufgrund eines Kaderlehrgangs in seiner nordeuropäischen Heimat beim 1:9 gegen den TSV Lunestedt.

Die Huder wollen es an diesem Sonnabend also wieder richtig krachen lassen, sich aber möglichst nicht an das ärgerliche 7:9 aus dem Hinspiel erinnern. Im ersten Vergleich gegen Burg Gretesch hatte der TVH ein Remis fest vor Augen, aber im Schlussdoppel versagten Felix Lingenau und Alex Dimitriou die Nerven. „Wir hoffen unverdrossen, uns durch einen Sieg wieder zurück ins Geschehen zu manövrieren. Aus diesem Grund benötigen wir unbedingt die Unterstützung unserer Fans“, hofft Lingenau auf einen Hexenkessel. Nur ein Sieg würde den Turnverein im Kampf um den Klassenerhalt weiterhelfen, bei einem neuerlichen Rückschlag wäre der Abstieg kaum noch zu vermeiden.

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