Huntlosen /Stenum In der Fußball-Kreisliga der Frauen ist die Hälfte der Saison absolviert – und mit dem FC Huntlosen sowie dem VfL Stenum sind beide Vertreter aus dem Landkreis Oldenburg im oberen Tabellendrittel zwischen den starken Teams aus Vechta und Cloppenburg platziert. Zeit für eine Zwischenbilanz:

(41:18 Tore, 25 Punkte)

„Wir haben eine anständige Hinrunde gespielt“, zeigt sich FC-Trainer Roland Schröder mit dem bisherigen Saisonverlauf mehr als zufrieden. Dabei waren die Vorzeichen im Sommer alles andere als optimal. Mit Melanie Witte verletzte sich eine Leistungsträgerin gleich zu Beginn der Spielzeit schwer. Ein Comeback der Stürmerin in der laufenden Saison schließt Schröder voraussichtlich aus. Während der Vorbereitung waren mit Torjägerin Julia-Celine Heick (Knöchelverletzung) und Pia Vosteen (Kreuzbandriss) bereits weitere wichtige Spielerinnen ausgefallen. Zudem fehlt Janine Hesselmann aufgrund eines Meniskus- und Kreuzbandrisses seit über einem Jahr. „Sie ist im Winter langsam wieder ins Training eingestiegen und eventuell eine Option für die letzten Spiele“, blickt Schröder voraus und hat dabei auch eine Saisonverlängerung als Option im Auge. „Im Moment hoffen wir, dass es irgendwann noch einmal weitergeht. So will ich schließlich auch nicht aufhören“, sagt der 50-Jährige, der angekündigt hat, nach dieser Saison das Traineramt abzugeben. Einen Nachfolger hat der FC bislang nicht gefunden.

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Dass es trotz der vielen Ausfälle so gut für sein Team läuft, freut Schröder umso mehr. „Die Mannschaft hat das super kompensiert“, lobt der Trainer – immerhin ist ihm mit dem Duo Witte/Heick sein „40-Tore-Sturm“ der vergangenen Saison weggebrochen. Mit 41 Toren aus den bisherigen zwölf Spielen läuft es dennoch in der FC-Offensive, denn hinter Spitzenreiter BV Bühren (45 Tore) und VfL Stenum (43), die beide bereits eine Partie mehr ausgetragen haben, stellt Huntlosen den drittbesten Angriff der Liga.

„Wenn wir oben dabei bleiben, wäre das ok. Unser Ziel ist es auf jeden Fall, unter den ersten vier Teams zu stehen – da gehören wir auch hin“, strotzt Schröder vor Optimismus. Sein Team ist zudem noch im Kreispokal vertreten, muss im Halbfinale beim SV Bethen antreten (Termin offen).

VfL Stenum, 4. Platz (25 Punkte, 43:29 Tore)

Dafür, dass man sich beim VfL vor der Saison das Motto „mehr Spaß“ vor den Leistungsgedanken gestellt hatte, läuft es erstaunlich gut. „Ich bin selbst positiv überrascht“, gibt Trainerin Diana Decker zu. Allerdings habe man zu Beginn auch gemerkt, dass dann doch nicht alles ganz so einfach war wie vorgestellt. „Da fehlte nicht nur die Abstimmung, sondern vor allem auch die Kondition“, blickt Decker zurück. Die Folge: Die Stenumerinnen setzten den Saisonstart so ziemlich in den Sand. Drei Niederlagen und ein Remis – gerade einmal ein Punkt stand nach den ersten vier Partien zu Buche. „Vielleicht hatten sich das alle etwas zu einfach vorstellt“, meint die Trainerin kritisch.

Doch die Mannschaft legte den Hebel um. „Alle haben gemerkt, dass sie doch etwas mehr tun müssen, um zu gewinnen. Wir haben das Training dann etwas angezogen, und auch die Einstellung hat sich verbessert“, erklärt Decker. Es folgten fünf Siege hintereinander – dazu noch zwei erfolgreiche Spiele im Kreispokal. „Die Mannschaft hat eine tolle Reaktion gezeigt. Es macht richtig Spaß, mit ihr zu arbeiten“, betont Decker.

In der Liga kletterte das VfL-Team schnell nach oben, im Pokalwettbewerb steht Stenum im Halbfinale. „Jetzt wollen wir den Pott holen“, hat auch die Trainerin wieder ehrgeizige Ziele entwickelt. „Wir haben gute Chancen“, fügt sie hinzu. Das nachzuholende Viertelfinale gegen den SV Carum würde den Auftakt machen – falls der Wettbewerb nach der aktuellen Zwangspause fortgesetzt wird. „Wir können nur abwarten“, sagt Decker, die ebenfalls den Trainingsbetrieb derzeit komplett eingestellt hat. „Man merkt auch innerhalb unserer Mannschaft, dass viele Respekt vor dem Virus haben“, so Decker.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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