Hude Die Befürchtung, die Begegnung würde schnell zu Ende gehen, hat sich nicht bewahrheitet. Finn Oestmann vom Tischtennis-Verbandsligisten TV Hude II wollte vor dem Auswärtsduell gegen den klaren Meisterschaftsanwärter Oldenburger TB nicht so recht an eine Überraschung glauben – zu groß war der Respekt vor dem mit ehemaligen Bundesligaprofis bestückten Starensemble aus Oldenburg. Doch den Hudern ist es am Samstag tatsächlich gelungen, dem bis dahin verlustpunktfreien Tabellenführer mit einem 8:8-Unentschieden einen Punkt abzuluchsen und für eine faustdicke Überraschung zu sorgen.

„Unfassbar“, meinte Oestmann hinterher. „Für uns ist das wie ein Sieg.“ Dass der „David“ aus dem Klosterort dem „Goliath“ so gehörig in die Suppe spucken konnte, hatte verschiedene Faktoren. Zum einen musste der OTB auf sein edles mittleres Paarkreuz mit Lars Brinkhaus und dem ehemaligen Doppelweltmeister Steffen Fetzner verzichten. Die zwar immer noch stark aufgestellte Formation der Oldenburger war damit zumindest auf den Positionen drei bis sechs verwundbar. „Die Mitte war ganz klar spielentscheidend. Matchwinner des Spiels war Klaus Krabbe, der sehr, sehr gut gespielt hat“, betonte Oestmann.

Im oberen Paarkreuz war für die Huder Reserve hingegen wie erwartet nichts zu holen. Oestmann und Marco Stüber waren gegen Nicolai Popal und Heiko Wirkner, die mit dem OTB amtierender deutscher Mannschaftsmeister sind, chancenlos. Ein Satzgewinn von Stüber gegen Wirkner war das höchste der Gefühle. Auch in den Doppeln war Oldenburg mit tonangebend und gewann zwei der drei Eingangsdoppel.

Dafür ließen es die Huder im zweiten und dritten Paarkreuz nach einem frühen 1:5-Rückstand krachen. Klaus Krabbes hauchdünner Fünfsatzerfolg mit einem 13:11 im letzten Abschnitt gegen den Ex-Huder Thuong Nguyen war der Auftakt der TVH-Show. Dass die Hausherren personell angeschlagen waren, nutzte der Außenseiter eiskalt aus. Klaus und Florian Krabbe und auch Dietmar Scherf hielten sich schadlos, außerdem siegte Alex Dimitriou ebenfalls gegen Nguyen. Vor dem abschließenden Doppel führte Hude II mit 8:7. Gegen das „Über-Doppel“ Popal/Schüler des OTB konnten Stüber und Klaus Krabbe nichts ausrichten.

Für die Zweite des Turnvereins war es ein wichtiger „Zusatzpunkt“ im Abstiegskampf, in dem das Team mit 5:9 Zählern als Siebter im Soll liegt. Wir hoffen, die Euphorie für die nächsten Spiele mitzunehmen“, erklärte Oestmann.

Im Titelrennen profitierte die eigene Erste von der Schützenhilfe. Der OTB ist mit 13:1 Punkten das Maß der Dinge, dahinter lauert Hude (9:3). Das Topspiel findet am 8. Dezember in Hude statt.

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