Hude Kaum Zuschauer, dafür aber ein verheißungsvoller Saisonstart: Die beiden am höchsten spielenden Tischtennisteams aus dem Landkreis trafen zwangsläufig direkt am ersten Verbandsliga-Spieltag aufeinander. Zwangsläufig deshalb, weil die Regel im Tischtennis vorschreibt, dass sich Teams aus dem gleichen Verein aus Fairnessgründen gleich zu Beginn gegenüberstehen müssen. So kam es, dass der TV Hude II am Freitagabend die eigene Erste zum Duell bat. Die Kräfteverhältnisse waren nach zweieinhalb Stunden Spieldauer eindeutig: Die favorisierten „Gäste“ siegten 9:4.

„Es ist schwer, dieses spezielle Spiel vernünftig einzuordnen. Wir sind eher froh, dass es vorbei ist“, sagte Felix Lingenau ein wenig erleichtert. Eine böse Überraschung ist ihm und seinen Mitstreitern vor nur wenigen Besuchern in der Halle am Huder Bach erspart geblieben.

Für den ersten kleinen Schritt auf dem Weg ins Titelrennen musste Hudes Elite-Truppe alles in die Waagschale werfen, um die eigene Reserve abzuschütteln. Beide Teams mussten auf Ersatz zurückgreifen – das hatte etwa zur Folge, dass Marco Stüber als Reservespieler in der Ersten mitwirkte und gegen seine eigenen Mitspieler aus der Zweiten ran musste. Sein Einzel gegen Julian Ewert entschied Stüber locker für sich und sorgte für den zwischenzeitlichen 6:3-Vorsprung.

Wesentlich brisanter und lautstärker ging es im oberen Paarkreuz zu: „Heimkehrer“ Klaus Krabbe, der in den 90er-Jahren ein Fixpunkt des Huder Regionalliga-Teams war, musste sich als Nummer zwei des Außenseiters mit Lingenau und Marc Engels auseinandersetzen. Gegen Lingenau war Krabbe chancenlos, lieferte sich später aber mit seinem früheren Delmenhorster Mannschaftskollegen Marc Engels ein packendes Match. Engels musste dabei auf seine Ersatzbrille zurückgreifen. Schon beim Warmspielen war ein Ball so unglücklich auf das Brillenglas der eigentlichen Spielbrille geflogen, so dass Engels auf das Zweitgerät zurückgreifen musste. „Damit konnte ich nur ganz schlecht spielen, die hat auch eine ganz andere Stärke.“ Die Sehprobleme seines Gegenübers konnte Krabbe jedoch nicht ausnutzen. Zwar holte der Altmeister einen 0:2-Satzrückstand auf und rettete sich in den fünften Durchgang. Immer wieder haderte er jedoch mit den Plastikbällen, die ihm überhaupt nicht liegen. „Ich treffe den Ball manchmal gar nicht und schlage Luftlöcher“, so Krabbe. Mit 11:7 holte sich Engels schließlich den finalen Abschnitt und erhöhte auf 8:3 für Hudes Erste. Am Nebentisch hatte sich Lingenau nur mit viel Mühe gegen den sehr gut aufgelegten Finn Oestmann behauptet. Der Youngster führte im fünften Satz schon aussichtsreich mit 7:4, schaffte es aber nicht, die Partie nach Hause zu bringen.

Neben Lingenau und Alex Dimitriou hielt sich auch Christopher Imig aufseiten der Huder Erstvertretung schadlos. Klaus Krabbes Sohn Florian feierte ein ordentliches Debüt in der „Zweiten“ und verbuchte einen 3:2-Erfolg gegen Jonas Schrader sowie ein 1:3 gegen Imig.

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