Hude Obwohl die HSG Hude/Falkenburg fast mit dem letzten Aufgebot auflaufen musste, feierte sie gegen den TV Neerstedt den erwartungsgemäßen Heimsieg in der Handball-Oberliga der Frauen. Mit 31:25 (15:8) setzten sich die Gastgeberinnen am Sonntag durch und konnten so nach drei Niederlagen in Folge wieder über zwei Punkte jubeln. Der TV Neerstedt wartet nach dieser Niederlage weiterhin auf ein Erfolgserlebnis.

Bis zum 4:4 (10.) war es ein Spiel auf Augenhöhe, denn die Gäste überzeugten mit einem konzentrieren Spielaufbau. Außerdem nahm Neerstedts Abwehr HSG-Goalgetterin Lisa-Marie Hillmer in die kurze Deckung – was Wirkung zeigte. Im weiteren Verlauf der Partie nahm der Druck der Gastgeberinnen aber zu, besonders Maike Deeben war kaum zu bremsen. Auch die eingewechselte Ashley Butler spielte Neer­stedts Abwehr schwindelig. In den letzten acht Minuten der ersten Hälfte hätte Neerstedt den Rückstand wieder verkürzen können, doch neben zwei hochkarätigen Möglichkeiten ließ man auch noch zwei Strafwürfe ungenutzt.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Begegnung offener, aber auch härter, denn einige Fouls auf beiden Seiten führten zu Hinausstellungen. Besonders im Spiel 1-1 zeigten sich die Gastgeberinnen sehr bissig. Doch auch die Neer­stedterinnen erspielten sich durch konzentrierte Kombinationen ihre Chancen, doch scheiterten sie mehrfach an den starken Huder Torhüterinnen Fenja Schwark und Katharina Woltjen.

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Als sich die HSG von Trainer Lars Osterloh Mitte der zweiten Hälfte auf 22:14 absetzen konnte, schien die Partie entschieden. Doch im Gegenzug kassierte Malin Blankemeyer nach einem groben Foul an Nadja Albes die Rote Karte. Neerstedt witterte Morgenluft, erhöhte das Tempo und kam mit kämpferischem Einsatz zu weiteren Toren. Doch für eine Überraschung der Gäste reichte es nicht.

HSG-Trainer Osterloh war mit den zwei Punkten zufrieden: „Wir sind sowieso schon mit dem letzten Aufgebot angetreten, und nach den beiden roten Karten gegen Malin Blankemeyer und Lisa-Marie Hillmer gingen wir in den letzten Minuten richtig auf dem Zahnfleisch. Nachdem es in der Schlussphase noch einmal eng wurde, hat meine Mannschaft aber die richtige Antwort gegeben.“ Neerstedts Co-Trainer Michael Kolpack war dagegen enttäuscht: „Es war mehr drin für uns, doch fehlte uns phasenweise im Abschluss die nötige Cleverness. In der Abwehr kamen wir gegen die schnellen Huder Angreiferinnen häufig einen Schritt zu spät, hier war der Gegner einfach wacher und konzentrierter.“

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