Hude Auch wenn das gemeinsame Handballspielen in der aktuellen Situation weiterhin in weiter Ferne scheint, treibt die HSG Hude/Falkenburg die Planungen für die neue Saison in der Frauen-Oberliga voran. Mit Antonia Brinkmann freuen sich die HSG-Handballerinnen nach Amelie Bredehorst (TuS BW Lohne) und Maike Klein (TV Cloppenburg) über den dritten Neuzugang. Demgegenüber stehen mit Ashley Butler und Jessica Galle allerdings auch zwei Abgänge.

Linkshänderin Butler zieht es zum TV Oyten in die 3. Liga. „Wir wussten im Prinzip schon länger, dass sie uns verlässt. Ashley hat immer offen kommuniziert, dass sie höher spielen will und soll“, erklärt HSG-Trainer Lars Osterloh. Das etwas fordernd klingende „soll“ sei auch ein Wunsch des US-amerikanischen Verbandes – denn dort zählt Butler zum Team der Frauen-Nationalmannschaft. „Eigentlich würde es der Verband noch lieber sehen, dass sie in der 1. oder 2. Bundesliga spielt“, sagt Osterloh und ergänzt: „Das Talent hat sie durchaus, nur müsste sie ihr Potenzial dafür komplett ausschöpfen.“ Das war zuletzt auch aus beruflichen Gründen nicht so möglich gewesen, denn Butler schloss im Februar ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau ab, konnte in dieser Phase kaum trainieren.

Aktuelle Situation

Der Trainingsalltag bei den Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg hat sich derzeit kaum verändert. Aufgrund der weiterhin geltenden Kontaktbeschränkungen findet das Training nur individuell statt. „Die Spielerinnen bekommen als Vorgabe, zweimal pro Woche laufen zu gehen“, sagt Trainer Lars Osterloh.

Zusätzlich kommt die Mannschaft einmal wöchentlich zu einem virtuellen „Personal-Training“ zusammen. Diese einstündige Einheit mit Wladimir Ladilov im Live-Chat bezieht sich auf die Bereiche Fitness, Koordination und Kraft. „Die Mädels können sich da richtig auspowern und sind total begeistert – aber danach auch total kaputt“, schmunzelt der Huder Trainer. Aktiv am Ball sei hingegen seit März nichts passiert: kein Werfen, kein Passen, kein Spielen. „Wir schauen mal, wann es wieder losgeht“, fügen sich die HSG-Beteiligten der Ausnahmesituation.

Die Personalplanungen seien insgesamt auf einem guten Weg. Fragezeichen gebe es, inwieweit Maike Deeben und Lena Faske in Zukunft zur Verfügung stehen. Die beiden Rückraumspielerinnen hatten angekündigt, eventuell aufzuhören oder kürzer zu treten. „Das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen“, sagt Osterloh, der außerdem auch noch Gespräche mit ein bis zwei externen Spielerinnen führt.

Ebenfalls wenig überrascht zeigte sich der Huder Trainer über die Entscheidung von Jessica Galle. Sie geht zukünftig für die Zweitvertretung von Werder Bremen – ein direkter Konkurrent in der Oberliga – auf Torejagd. „Jessica wohnt in Bremen und ist gerade Mutter geworden. Da ist es absolut nachvollziehbar, dass sie die Möglichkeit wahrnimmt, quasi vor der Haustür auch Handball zu spielen“, sagt Osterloh. Bei Werders Reserve, die von Radek Lewicki trainiert wird, kommt die Rückraumregisseurin außerdem mit einigen ehemaligen Mitspielerinnen zusammen.

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„Beide Spielerinnen waren für uns natürlich extrem wichtig und hinterlassen ihre Lücken“, sagt der HSG-Trainer. „Allerdings“, ergänzt er, „war es auch fast schon absehbar, dass sie uns verlassen würden. Und wir haben in dieser Saison in den Spielen, in denen sie gefehlt haben, schon bewiesen, dass wir sie durchaus auch ersetzen können.“

Umso erfreuter sind sie im Lager der HSG Hude/Falkenburg deswegen auch darüber, dass sie mit Antonia Brinkmann eine neue Alternative für die rechte Seite gewonnen haben. Die Linkshänderin kommt vom BV Garrel, wo sie sowohl in der weiblichen A-Jugend als auch in der ersten Frauenmannschaft zum Einsatz kam. Zuvor spielte sie für den Nachwuchs der TSG Hatten-Sandkrug. Die 17-Jährige darf auch in der kommenden Saison noch A-Jugend spielen, was sie mit einem Doppelspielrecht für die TSG Hatten-Sandkrug nutzen möchte. Ihr Erstspielrecht gilt dann der Frauenmannschaft von Hude/Falkenburg. „Sie ist eine junge Spielerin, die in Garrel gezeigt hat, dass sie schon jetzt in der Oberliga mithalten kann“, freut sich Osterloh über die Zusage des Talents. „Als Linkshänderin ist sie natürlich ein Glücksgriff. Sie ist sehr entwicklungsfähig und kann bei uns den nächsten Schritt machen“, fügt der Coach hinzu.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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