Hude 45 Minuten waren am Sonntag im Bezirksliga-Kick zwischen dem FC Hude und dem VfL Oldenburg II gespielt. Völlig überraschend führte der Gast, trainiert vom ehemaligen Huder Trainer Steffen Janßen, mit 2:0. Ernüchterung im Huder Lager angesichts der immensen Bedeutung des brisanten Kellerduells. Und doch gab es ein Happy-End: In Überzahl gewann Hude Oberwasser, startete eine tolle Aufholjagd und siegte schließlich noch 4:2.

Es war das Spiel der Emotionen. Janßen, der nach nur fünf Partien als Trainer des FC Hude gehen musste, saß als neuer Coach der VfL-Reserve auf der Bank der Gäste. „Das Wiedersehen war völlig in Ordnung. Ich habe im Vereinsheim nicht vor Freude mit der Faust auf den Tisch gehauen, aber allen die Hand gegeben“, sagte der Oldenburger. Er hätte seinem Ex-Club am liebsten natürlich sportlich gesehen in die Suppe gespuckt. Das Schlusslicht – unter anderem verstärkt mit dem oberliga-erfahrenen Schlussmann Jannik Zohrabian – verkaufte sich im Waldstadion prima und führte nach den beiden Treffern von Tobias Hellmich (28.) und Justin Schmidt (31.) zurecht mit 2:0. „Damit waren wir sogar noch gut bedient, es hätte auch 0:3 stehen können“, erklärte Hudes Trainer Lars Möhlenbrock, der die Szene in der sechsten Minute vor Augen hatte, als Gabriel Bierre mit einem Kopfball nur die Latte traf.

Nach einer verbalen Entgleisung sah Justin Schmidt von Schiedsrichter Philip Eiben (Wiefelstede) kurz vor der Pause die Rote Karte. „Das war ein Bärendienst“, erzürnte sich Janßen über seinen Schützling. Es war auch der Hallo-Wach-Effekt für den bis dahin erschreckend harmlosen FC Hude.

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Möhlenbrock stellte nach der Pause auf eine Dreier-Kette um und brachte mit Niels Sandau einen weiteren Angreifer. Die Huntestädter wurden am eigenen Strafraum nun immer mehr unter Druck gesetzt. Zwangsläufig fielen die Tore: Ole Schöneboom traf mit einem Doppelschlag zum 2:2 (64./71.). Julian Arciszewski brachte die Huder mit einem verwandelten Foulelfmeter mit 3:2 (76.) in Front. Für den krönenden Abschluss sorgte ein Neu-Huder: Max Mittmann versenkte den Ball nur eine Minute nach seiner Einwechselung zum 4:2 (87.) in die Maschen. Der Stürmer wurde erst vor wenigen Tagen verpflichtet und gab am Sonntag seinen Einstand. Möhlenbrock bewies mit der Hereinnahme des Matchwinners ein goldenes Händchen.

„Ich bin sehr erleichtert. Das war Kopfsache hoch zehn. Im zweiten Abschnitt haben wir es endlich geschafft, die Oldenburger im Spielaufbau zu stören“, sagte Möhlenbrock nach dem hart erkämpften vierten Saisonsieg. „Mit elf Spielern hätten wir nicht verloren. So war es am Ende verdient für Hude“, erklärte Janßen.

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