Hude Nur ein paar Minuten hat es gedauert, dann geht Finn Littelmann mit Werder Bremen 1:0 in Führung. Die von Louis Langkrär gesteuerten Spieler des FC Liverpool lassen kurz die Köpfe hängen – dann geht es vom Anstoßpunkt weiter. Im echten Leben spielen die beiden 18-Jährigen in der 1. Fußball-Mannschaft der SF Wüsting-Altmoorhausen, die in der 1. Kreisklasse Oldenburg-Land aktuell auf dem siebten Platz steht. Doch beim Videospiel Fifa 19 können sie sich auf der Konsole aussuchen, in welche Rolle sie schlüpfen wollen.

Wie gut ihnen das gelingt, wollen Langkrär und Littelmann an diesem Samstag, 12. Januar, ab 10.30 Uhr beim eSoccer-Cup in Barsinghausen zeigen. Der Niedersächsische Fußballverband (NFV) hat das Turnier im Sporthotel Fuchsbachtal organisiert. Fast 200 Vereine aus Niedersachsen hatten sich im Vorfeld für die 64 Startplätze beworben. Am Ende entschied das Los – dabei wurden auch die SF Wüsting-Altmoorhausen gezogen. „Eigentlich hatten wir zwei Teams gemeldet. Uns wurde dann der Vortritt gelassen, weil wir die Jüngeren sind“, meint Langkrär.

Jahrelang gemeinsam auf dem Platz

Beide stehen schon seit vielen Jahren gemeinsam auf dem Fußballplatz. 2004 begannen die damals Vierjährigen, die aus Wüsting kommen, bei den Sportfreunden mit dem Training. Inzwischen sind sie aus dem Verein nicht mehr wegzudenken. Aber auch die Spielekonsole hat die 18-Jährigen immer gereizt. „Ich habe mit Fifa  07 auf dem Gameboy angefangen“, erinnert sich Littelmann.

Die beiden Freunde messen sich seit Jahren auch digital und spielen mehrmals die Woche. „Wenn es zeitlich passt“, sagt Littelmann, der eine Ausbildung zum Industriekaufmann absolviert. Langkrär macht an der Graf-Anton-Günther-Schule in Oldenburg gerade sein Abitur.

„Es kommt auf die Abstimmung an“

Auf der Konsole haben beide ihre Lieblingsspieler, die auf den gleichen Positionen spielen wie sie selbst. Virgil van Dijk vom FC Liverpool ist es bei Innenverteidiger Littelmann, für Offensivspieler Langkrär ist es Lionel Messi vom FC Barcelona.

Beim eSoccer-Cup am Samstag wird im Modus „Zwei-gegen-Zwei“ gespielt. „Da kommt es besonders auf die Abstimmung an. Wir dürfen nicht gleichzeitig mit den Spielern nach vorne laufen“, erklärt Langkrär. Er und sein Teamkollege haben sich als Ziel gesetzt, unter die ersten zehn Duos zu kommen. „Wir wissen nicht, wie gut unsere Gegner sind. Neben dem Faktor Spaß wollen wir aber auch zeigen, was wir draufhaben“, zeigen sich Littelmann und sein Partner selbstbewusst.

Arne Jürgens
Volontär, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.