Hude Ein Heimspiel auf dem neuen Kunstrasenplatz, das Ganze bei Flutlicht – diese Kombination hatte beim FC Hude am Freitagabend Premiere. Und diese machte Lust auf mehr, denn der Bezirksliga-Kick zwischen dem Tabellenvierten Hude und Frisia Wilhelmshaven hatte alles, was das Fan-Herz begehrt. Beim 2:2 (0:2)-Unentschieden sahen die Zuschauer nicht nur vier Tore, sondern auch viele bissige Zweikämpfe. Hudes Trainer Lars Möhlenbrock erlebte dabei im letzten Spiel vor der Winterpause eine emotionale Achterbahnfahrt.

Eine typisch britische Rumpel-Spielweise war nach einer verkorksten ersten Hälfte der Schlüssel zum Remis. „Mit Kick and Rush lief es wesentlich besser. Das war vielleicht nicht schön anzuschauen, aber mit spielerischen Mitteln sind wir nicht weitergekommen“, verriet Möhlenbrock seine taktische Vorgabe, mit der er seine Schützlinge beim Pausentee in der Kabine vertraut machte.

Zu dem Zeitpunkt führte Frisia verdient mit 2:0. Tim Rister ließ FC-Keeper Timo Hertlein mit einem Flachschuss keine Chance (24. Minute). Als sich die Gemüter nach einem Bodycheck von Hudes Torjäger Mohamed Alawie auf Höhe der Mittellinie an Frisias Tom Pollmann gerade wieder abkühlten, führte der anschließende Freistoß zum 0:2 durch den per Kopf erfolgreichen Melvin Lamberty (44.).

Von Tikitaka-Fußball war der starke Aufsteiger auf dem rutschigen Kunstrasen weit entfernt, dafür stimmten Leidenschaft und Zweikampffreude. Vor dem 1:2 (54.) durch einen von Andy Brinkmann verwandelten Foulelfmeter war Jannik Meyer unfair zu Fall gebracht worden.

Hude verstärkte den Druck und schnürte den Tabellendritten in dessen eigener Hälfte ein. Fast folgerichtig glichen die Platzherren wenig später aus: Meyer nutzte eine unübersichtliche Szene und staubte zum 2:2 (65.) ab. Gästetorhüter Sascha Theil war bei einem Zweikampf in der Luft möglicherweise attackiert worden, doch der Schiedsrichter Malec Müller (Oldenburg) lag in diesem Fall nach Rücksprache mit seinem Assistenten richtig und erkannte den Huder Treffer an. „Da hatten wir Glück, da entscheidet der eine oder andere Schiri auch auf Foul“, sagte Möhlenbrock.

Bei einer anderen Situation, als Sandau am Boden liegend von einem gegnerischen Spieler mit dem Ball angeschossen wurde, lag Möhlenbrock nicht auf einer Wellenlänge mit dem Unparteiischen und lieferte sich mit diesem einen lauten Disput, infolgedessen er von Müller hinter die Bande geschickt wurde. „Das war volle Absicht von dem Wilhelmshavener Spieler. Wenn Nils am Kopf getroffen wird, kann das im Krankenhaus enden“, so Möhlenbrock. So aber ging alles glimpflich aus, so dass sich der FCH ohne Sorgen bis Mitte Februar in die Winterpause begeben kann. Für den positiven Saisonverlauf gab es obendrein ein Lob vom Gegner: „Hude steht nicht zu Unrecht so weit oben, die machen schon gute Arbeit“, sagte Rolf Oppenländer (Frisia).

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