Harpstedt Die Frühphase der Fußball-Kreisliga-Saison nach der Sommerpause und der Harpstedter TB: Das sind zwei Dinge, die bislang nur selten so recht zusammenfinden wollten. Der Fehlstart in den ersten Partien der neuen Saison hat in Harpstedt so etwas wie Tradition: In der vergangenen Saison hatten die Blau-Weißen nach vier Partien erst vier Punkte auf dem Konto, im Jahr 2012 startete der HTB sogar nur mit zwei Punkten. In diesem Jahr ist jedoch beim Turnerbund von 1881 alles anders. Bereits sieben Zähler konnte die Mannschaft von Trainer Marcus Metschulat in den ersten vier Begegnungen sammeln. Mit dem 1:0-Erfolg gegen den TuS Heidkrug kamen die Punkte acht, neun und zehn hinzu. Für Metschulat ist der Harpstedter Frühstart in dieser Saison keine Überraschung: „Wir haben in der Vorbereitung sehr viel gemacht und zielgerichtet gearbeitet. Durch die hohe Leistungsdichte in der Kreisliga darf man keine Nachlässigkeiten zulassen. Das haben wir jetzt verstanden.“

Trotz der namhaften Abgänge von Torjäger Roman Seibel (zum TV Dötlingen) und den Antreibern Ole Lehmkuhl (zum VfL Wildeshausen) und Rene Kube (zum Ahlhorner SV) sei man laut Metschulat weiterhin gut aufgestellt: „Jeder stellt sich in den Dienst der Mannschaft und setzt die Vorgaben in den bisherigen Spielen richtig gut um.“ Vor allem den vier Zugängen Michael Würdemann, Jannis Bunzel, Nils Klaassen und Alexander Krogmann stellt der Harpstedter Coach in seiner zweiten Saison in der Samtgemeinde ein starkes Zeugnis aus: „Mit ihnen haben wir spielerische Elemente und auch die schwer zu bekommenden Führungsspieler dazugewonnen.“ So bringen Neukapitän Bunzel und Würdemann die nötige Ruhe am Ball mit, um auch die vielen jungen Spieler anzuleiten. „Sie geben auf dem Feld in brenzligen Situationen klare Anweisungen. Das hilft uns ungemein unser Spiel besser zu ordnen, auch in der Defensive“, lobt Metschulat.

Am Spiel der Harpstedter hat sich im Vergleich zur abgelaufenen Saison einiges getan. Metschulat fordert von seinen Schützlingen erfrischenden Offensivfußball. Ansatzpunkte zur Verbesserung sieht der HTB-Trainer dabei vor allem im Torabschluss: „Wir spielen uns zwar meist viele Torchance heraus. An der Verwertung müssen wir noch arbeiten. Ein echter Torjäger würde sich bei uns im Sturmzentrum sicher wohlfühlen“, scherzt der Trainer. In der Defensive treten die Harpstedter gefestigter an als noch in der Vorsaison. Mit nur sieben Toren bei sechs Gegentreffern konnten die Harpstedter bisher zehn Punkte verbuchen. Dabei gelangen gleich drei Siege mit nur einem Tor Differenz. „Wir haben nun endlich auch mal das nötige Quäntchen Glück, um in solchen Spielen die Punkte mitzunehmen“, freut sich Metschulat.

Das soll auch möglichst an diesem Freitag gelingen. Dann gastiert der VfL Stenum ab 20 Uhr auf dem Schulsportplatz in Harpstedt. Stenum gehöre für Metschulat zu den klaren Anwärtern auf den Meistertitel. „Das ist natürlich eine richtige Hausnummer. Wir gehen mit dem nötigen Respekt an die Partie, wollen aber nicht abwarten. Wenn der Schiedsrichter die Partie abpfeift, wollen wir die drei Punkte auf unserem Konto.“

Dass die Harpstedter mit den Topteams der Liga mithalten können, haben sie bereits bei der knappen 1:2-Niederlage im Pokal und dem 1:1 in der Liga gegen Titelanwärter TV Munderloh bewiesen. Verzichten muss der HTB auf Torwart Christoph Mädler und Mel Siegenthaler.

Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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