GANDERKESEE GANDERKESEE - Die letzte Sekunde in einem ansonsten mäßigen Handballspiel hatte es noch einmal in sich und sorgte für ein Raunen in der Halle. Doch am Ende hatten die Oberliga-Spielerinnen der HSG Hude/Falkenburg das Glück auf ihrer Seite und kamen beim 27:26 (14:12) gegen den Tabellenvorletzten HSG Neuenburg/Bockhorn mit einem blauen Auge davon. Der siebte Saisonerfolg hievte das Team von Trainerin Inge Breithaupt auf den zweiten Tabellenplatz, da die HSG Nordhorn überraschend beim 28:28 gegen VfL Horneburg einen Zähler liegen ließ.

Die bangen Blicke des Hude/Falkenburger Anhangs richteten sich nach dem 27:26-Anschlusstreffer der Gäste zur Hallenuhr. Nur noch zwei Sekunden waren zu spielen, als die Hausherren den Ball vertändelten. Neuenburg/Bockhorns Torhüterin Anika Rall schaltete blitzschnell und passte zu Claudia Behrens, die eine Sekunde vor dem Ende fast aus dem Mittelkreis aufs Tor warf und das Leder zum Erstaunen der 80 Zuschauer an die Latte setzte. Tiefes Durchatmen bei der HSG Hude/Falkenburg, die den hauchdünnen Triumph mit einer durchschnittlichen Leistung über die Runden schaukelte.

Im ersten Durchgang hatte eingangs sogar der krasse Außenseiter den Ton angegeben. Erst nach dem 12:12 zogen die Gastgeberinnen zur Pause zum 14:12 etwas davon. Zwar lag das Landkreis-Ensemble stets vorn, musste aber bis zur Schluss-Sirene um die beiden Punkte zittern.

„Unsere Deckung war nicht so gut wie zuletzt in Elsfleth, zudem haben wir viele Chancen leichtfertig vergeben, und auch unsere Angriffe wurden oft abgeblockt“, resümierte Inge Breithaupt. Die Trainerin monierte, dass „wir die erste Viertelstunde verschlafen haben. Am Ende war es ein glücklicher Arbeitssieg“.

Auch wenn die Leistung der HSG Hude/Falkenburg diesmal nicht so berauschend war, dürfte allein der Blick auf die Tabelle helle Freude auslösen. Mit 15:3 Punkten sieht die bisherige Bilanz in jeder Hinsicht glänzend aus.

Nach einer spielfreien Woche wird sich in den beiden letzten Begegnungen vor der Jahreswende gegen den Tabellendritten HSG Nordhorn und Spitzenreiter TuS Arsten zeigen, wohin der Weg des Breithaupt-Teams führt.

{ID}

1351407

{NAME}

NEERSTEDT-A

{LEVEL NAME}

NWZ/LANDKREIS/SPORT-LOKAL 3

{TITLE}

{Überschrift}

Wieselflinker TVN spielt behäbigen OTB schwindelig

Oberliga Neerstedter Männer liefern Galavorstellung ab – 7:0 nach zehn Minuten geführt

{ID}

1351407

{NAME}

NEERSTEDT-A

{LEVEL NAME}

NWZ/LANDKREIS/SPORT-LOKAL 3

{TEXT}

von Fried-Michael CArl NEERSTEDT - Spontane Feten sind die schönsten. Am Freitagabend durften die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt und ihre Fans diese Erfahrung mal wieder machen. Die von Hallensprecher und „DJ“ Stephan Reiners aufgelegte Musik war gut. Sie beflügelte die Spieler und ließ die fast 300 Zuschauer aus sich heraus kommen. Die stimmungsvolle Fete wäre aber nicht entstanden, wenn der Oldenburger TB sich nicht wie ein vorbildlicher Gast verhalten hätte: Zurückhaltend, höflich, schüchtern. Am Ende des Festes stand ein 43:23 (23:8)-Sieg der Gastgeber. „Dazu gibt es nichts zu sagen“, war dann auch Trainer Dirk Franke vollends zufrieden, der sonst immer ein Haar in der wohlschmeckendsten Suppe findet.

Von der ersten Minute an wurde deutlich, wer bei dieser Handball-Fete die Führung auf der Spielfläche inne hat: Schnell, ballsicher, immer das Auge für die Lücke und wurfgenau traten die Gastgeber in der Offensive auf. Und in der Abwehr ergänzten sie sich, schoben und packten zu, als wenn es eine Sonderprämie geben würde. Kam dennoch ein Ball auf das TVN-Gehäuse, packte Maik Haverkamp entschlossen zu. 7:0 hieß es nach gut neun Minuten. Schon da wurde klar, dass die Oldenburger die gute Stimmung nicht würden stören können. Unorganisiert agierten sie in der Defensive, behäbig, harm- und ideenlos und nach 20 Minuten auch schon teilweise kraftlos in der Offensive. Eine spielerische Linie war in den Aktionen des Teams von Adrian Hoppe nicht zu erkennen, das erst nach 10:06 Minuten zum ersten Mal traf.

Angeheizt durch die von Reiners aufgelegte Musik tanzten die Gastgeber auch in den weiteren Minuten dieses Abschnitts ihren Handball-Quick-Step. Das war zu schnell und unübersichtlich für die eher den langsamen Walzer bevorzugenden Gäste, die schon in den ersten Minuten durch vier Tempogegenstöße demoralisiert wurden. Marcel Kasper und Coors düpierten die Gäste aus dem Rückraum, Haake und Timmermann von den Außenpositionen sowie Malte Kasper, der eine überragende Partie spielte, vom Kreis. Zur Pause war jedem klar, wer am Freitag die Musik bestellt hatte.

Im halbwegs gleichen Takt spielten die beiden Teams nur unmittelbar nach dem Wechsel. Das lag aber mehr daran, dass Trainer Franke jetzt probierte und experimentierte und allen Spieler ausreichend Einsatzzeiten gab. Der OTB, der eine desaströse Vorstellung bot, blieb mit Ausnahme der Ex-Sandkruger Knieling und Steinbach seine Oberligatauglichkeit schuldig. Björn Heuermann, in Neerstedt noch als agiler und treffsicherer Spieler bekannt, tat alles, um seinen guten Ruf zu verspielen. Auch Trainer Hoppe fand kein Mittel, das die Neerstedter hätte stoppen können. Er führte Verletzungen von Heuermann und Eggers als Begründung der schwachen Vorstellung an.

Am Ende sorgten die Gastgeber wieder für richtig Stimmung: Malte Kasper fing einen Abpraller mit links und verwandelte mit rechts, Schröder-Brockshus enteilte wiederholt auf der linken Seite, und aus dem Rückraum hatten Müller und Coors weiter keine Probleme, Lücken in der OTB-Defensive zu finden.

So lockten die Spieler und Reiners die Fans aus der Reserve, von denen es nicht wenige schade fanden, dass dieses Handballfest schon nach 60 Minuten beendet war...

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.