Hoykenkamp Hoch her ging es im Nachbarschaftsderby der Handball-Verbandsliga zwischen der TS Hoykenkamp und der HSG Delmenhorst sowohl auf den Zuschauerrängen als auch auf dem Spielfeld. In einer phasenweise hektischen und sehr kampfbetonten Begegnung konnten die Gäste erst in den letzten zehn Minuten richtig auftrumpfen und kamen am Ende noch zu einem standesgemäßen und verdienten 31:20 (13:9)-Erfolg.

„Wir haben 50 Minuten gut gegengehalten, sind dann aber eingebrochen“, sagte TS-Trainer Adrian Hoppe. Den Grund dafür sah er in „Zeitstrafen nach Undiszipliniertheiten einiger Spieler, die es dem Gegner leichter gemacht haben, zu weiteren Toren zu kommen“. Sein Gegenüber Jörg Rademacher war mit dem Ergebnis zufrieden: „Es gab am Ende noch einen standesgemäßen Erfolg. Zu Beginn waren wir zu nervös, so dass wir einige Chancen nicht nutzen konnten.“

Dabei spielten sich unter einigen Delmenhorster Fans unschöne Szenen ab, die im Handball eigentlich nichts zu suchen haben. So gab es besonders im ersten Abschnitt nach einigen Entscheidungen der Unparteiischen gegen Aktionen und Spieler der HSG lautstarke beleidigende Zurufe für die Referees, die sich aber dadurch nicht aus der Ruhe bringen ließen.

Zunächst dominierten beide Abwehrreihen, denn die Angreifer beider Seiten konnten sich kaum einmal erfolgreich durchsetzen. So blieben Treffer in den ersten Minuten Mangelware, die Gäste legten durch Torben Sudau und Thies Kohrt zwei Tore vor, ehe die Turnerschaft durch Colin Hörner nach neun Minuten zum ersten Treffer kam.

Auch im weiteren Verlauf der Begegnung verspielte Hoykenkamp mit einfachen Fehlern im Spielaufbau die Möglichkeit, wieder näher heranzukommen. Stattdessen schaltete die Rademacher-Sieben immer wieder blitzschnell um, kam so zu weiteren Treffern und setzte sich schließlich auf 11:6 ab (26.). Die Turnerschaft versuchte mit kämpferischem Einsatz wieder heranzukommen und verkürzte den Rückstand bis zur Pause nach einem tollen Treffer von der rechten Außenbahn durch Daniel Hemmelskamp auf vier Tore.

Bis Mitte der zweiten Hälfte hielt die Turnerschaft bravourös dagegen und war nach dem 16:18 durch Hemmels-kamp auf Tuchfühlung. Doch jetzt machte sich die Spielstärke der Rademacher-Truppe immer mehr bemerkbar, denn die schnellen Kombinationen wurden immer druckvoller und sowohl aus dem Rückraum als auch über den Kreis durch Dominik Ludwig sehenswert abgeschlossen.

Die Turnerschaft dagegen versuchte es nun immer häufiger mit der Brechstange, scheiterte dabei aber mehrfach an dem inzwischen eingewechselten HSG-Keeper Sönke Schröder, der nahtlos an die tadellose Leistung von Marius Voß anschloss. Konnte Hoykenkamp bis zum 18:22 noch in Sichtweite des Gegners bleiben, brach man in den letzten neun Minuten völlig ein und erzielte nur noch einen weiteren Treffer.

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