MOSLESFEHN Der 15. Wardenburg-Marathon am Sonntag entschied sich am Getränkestand bei Kilometer 30. Peter Rings vom SV Moslesfehn nahm eine Erfrischung zu sich, Holger Sigl vom MTV Aurich lief einfach weiter. Anschließend konnte der Zweitplatzierte nicht mehr folgen und Sigl rannte einsam vorneweg. Nach 3:16:36 Stunden überquerte der Auricher als Erster die Ziellinie auf dem Sportplatz des SV Moslesfehn an der Korsors­straße. Nur einige Stunden später jubelte an derselben Stelle Lennart Fastenau vom 1. TCO „Die Bären“. Er gewann den 33. Eilbotenlauf über zehn Kilometer in 34:09 Minuten.

Training für Ultraläufe

Die Anstrengung war Marathonsieger Holger Sigl kaum anzusehen, dafür aber die Überraschung über den Erfolg. „Ich bin nicht mit dem Ziel hergekommen, unbedingt zu gewinnen. Der Marathon war als Trainingseinheit für Ultraläufe über längere Strecken gedacht“, sagte Sigl. Umso größer war seine Freude über den ersten Platz: „Ich bin absolut zufrieden mit meiner Zeit.“

Genauso glücklich war der zweitplatzierte Lokalmatador Peter Rings: „Es ist äußerst selten, dass man jemanden findet, der genau das gleiche Tempo läuft. Bei mir und Holger Sigl war das heute der Fall. Am Ende hatte ich keine Reserven mehr, aber er ist ja auch deutlich jünger.“ Rings war beim Wardenburg-Marathon das erste Mal in der Altersklasse M 60 gestartet und lief in guten 3:17:30 ins Ziel.

Einige Minuten nach dem Moslesfehner erreichte Klaus Hahn als Dritter den SVM-Sportplatz – in einem schwarzen Outfit mit einem weißen Totenkopfemblem, das Fußballfans vom FC St. Pauli kennen. Der Oldenburger Hahn startet für die Triathlonabteilung der Hamburger. „Wenn schon im Verein laufen, dann in einem Kultclub“, habe er sich gedacht. „Der dritte Platz gibt mir Rückenwind für den Ostseeman-Triathlon im August“, stellte Hahn fest. Als schnellste Frau kam beim Marathon Ute Deters vom TuS Eversten in 3:44:17 ins Ziel.

Beim 33. Eilbotenlauf am Sonntagnachmittag mit rund 120 Teilnehmern dominierte der 1. TCO „Die Bären“. Alle Podiumsplätze gingen an die Oldenburger Läufer. Hinter Sieger Lennart Fastenau platzierten sich dessen Teamkollegen Jens Novak (34:52) und Oliver Theilmann (35:02). Im vergangenen Jahr hatte Fastenau noch den Wardenburger Halbmarathon gewonnen.

Beste Läuferin des Eilbotenlaufs war Veronika Werner vom TuS Ofen (42:04). Den Volkslauf über fünf Kilometer beendete Michael Hinse vom TSR Olympia Wilhelmshaven in 17:13 Minuten als Erster.

Insgesamt sind beim Wardenburger Lauftag am Sonntag rund 330 Teilnehmer in den verschiedenen Disziplinen an den Start gegangen. Für die Strecke durch die Gemeinde Wardenburg hatten die Sportler viele lobende Worte übrig. „Ein schöner Lauf durch die Natur“, fasste Marathonsieger Holger Sigl zusammen.

Kühle Temperaturen

Laut Detlef Brock vom SV Moslesfehn lief aus Sicht der Organisatoren alles nach Plan: „Die Läufe sind sehr gut über die Bühne gegangen. Wir mussten beim Marathon lediglich einen Läufer einsammeln, der sich am Knie verletzt hatte.“ Durch das kühle, regnerische Wetter seien zwar etwas weniger Zuschauer gekommen, dafür seien die Temperaturen wiederum für die Aktiven angenehm gewesen, sagte Brock.

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