Hengstlage Holger Arnke lacht, als er mit seinem Rad über die Ziellinie rollt. Der Vorsitzende des Radfahrervereins Hengstlage ist gerade Schlusslicht beim Temporennen auf der Burgstraße geworden, aber was soll’s. Hauptsache, es hat Spaß gemacht. „Einer muss ja Letzter werden“, sagt Arnke und nimmt’s mit Humor.

Als Gewinner darf er sich an diesem Sonntag nämlich dennoch fühlen. Ein Blick über den Heidesportplatz in

Die Bestplatzierten

Vereinsfahren (Zeitfahren): Kinder unter 6 Jahren: Lukas Meyburg Kinder ab 6: Tilo Deye Frauen unter 45 Jahren: Sonja Naumann Frauen ab 45 Jahren: Linda Friederichs Männer unter 45 Jahren: Christian Knutzen Männer ab 45 Jahren: Kai Grannemann

Völkerball: 1. Benthullen; 2. Halenhorst; 3. Hengstlage

Flunkyball-Turnier (10 Teams): 1. Die Gewaltigen; 2. Landjugend Benthullen; 3. Völkerballgruppe Hengstlage

Hengstlage verrät auch warum. Hier tummeln sich viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene verschiedener Generationen. Die meisten sind mit Fahrrädern gekommen. Es wird Völkerball gespielt, im Schatten unterm Zeltdach geklönt, kaffeesiert und der Durst mit kühlen Getränken gelöscht.

Es ist das 39. Mal, dass der Radfahrerverein sein Fest austrägt. Für das Jubiläum im nächsten Jahr habe es sogar schon Anfragen gegeben, verrät Holger Arnke erfreut.

Wenige Kilometer im Norden, genauer gesagt in Charlottendorf-Ost, hat ein ehemals aktiver Radfahrerverein seit ein paar Jahren seinen Betrieb eingestellt. Ganz anders in Hengstlage: Im Mai wurde das 200. Mitglied offiziell mit einem Blumenstrauß begrüßt. „Jetzt haben wir sogar schon 215“, verrät der Vorsitzende auf den Erfolg angesprochen. Von April bis September unternimmt der Verein jeden Monat eine größere Radtour. Weniger als 30 Teilnehmer waren in diesem Jahr noch nie dabei.

Kann er sich das große Interesse erklären? Arnke zögert einen Moment. Eine genaue Antwort hat er nicht, allerdings viele kleine Pluspunkte, die er aufzählen kann: Da wären die sieben Euro Mitgliedsbeitrag, zum Beispiel. Allerdings nicht pro Monat, sondern pro Jahr.

Jeden Monat gibt es auch abseits des Radelns Programm. Geselligkeit ist Trumpf. Alle Termine eines Monats stehen auf Zetteln und die wiederum werden von freiwilligen Helfern jedem Mitglied in den Briefkasten geworfen. Selbst die Mühe, sich für ein Angebot anzumelden, erspart der Verein den Hengstlagern. „Wir schauen beim Start, wie viele wir sind und rufen erst dann bei den Gastwirtschaften an“, verrät der Vorsitzende das Planungsgeheimnis für die gemeinsamen Ausflüge.

Auch wenn es hier normalerweise nicht um die Frage geht, wer schneller oder ausdauernder Radfahren kann. Der ein oder andere hat durchaus reichlich Kondition. Einmal im Jahr gibt es eine sogenannte Leistungstour, die morgens um 6 Uhr beginnt, 150 Kilometer lang ist und mit Pausen an einem Tag absolviert wird.

Der Leistungsgedanke spielt beim Radfahrerfest keine Rolle. Eher schon, dass Menschen, die die gleiche Freude am Fahrrad teilen, angereist sind. Aus Hude Mitglieder des Radfahrervereins Reiherholz und erstmals auch aus Warfleth der RV Fahr Wohl, der leidenschaftlich Radball spielt. Neue Kontakte hat der RV Hengstlage kürzlich erst nach Thüle geknüpft. „Die haben dort einen richtig großen Radfahrerverein, das wusste ich gar nicht“, verrät Holger Arnke. Die Zukunft der Radfahrervereine, sie sieht vielversprechend aus.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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