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WILDESHAUSEN Das Schubladen-Denken gehört der Vergangenheit an: „Das ist hier nicht nur eine Fußball-Anlage“, sagte Wolfgang Sasse, Vorsitzender des VfL Wittekind Wildeshausen. Er will gemeinsam mit dem Verein das Krandel-Stadion für alle öffnen. Das große Ziel: Mehr Menschen zum Sport zu bringen und zusätzliche Bewegungsspielräume für alle Generationen zu schaffen.

Mit der Übernahme der Krandel-Verwaltung im August 2007 hat der 62-jährige Unternehmer neue Strukturen eingezogen. „Damals hatten wir 15 000 Euro Energiekosten pro Jahr“, erzählt Sasse. Neue Technik hilft, mit den Ressourcen sparsamer umzugehen. Personell wurden die Zuständigkeiten klar verteilt (siehe Kasten). Immerhin überweise die Stadt jährlich 62 000 Euro für den Unterhalt der Anlage.

Mitglieder-Zuwachs

Tatsächlich präsentiert sich das Stadion spätestens seit Ostern als Schmuckstück: Rasen und Laufbahn sind bestens gepflegt, die Tribüne gereinigt, neue Tornetze hängen und die Betriebsflächen sind neu geplastert. Auch die weit über die Laufbahn reichenden Äste wurden beschnitten. „Die Zusammenarbeit mit dem Bauhof klappt prima“, sagt Sasse. Er hofft, noch ein Beach-Handballfeld anlegen und die Platzkapazitäten verbessern zu können.

Denn durch die positive Mitgliederentwicklung beim VfL – mehr als 30 Mannschaften spielen allein Fußball – sei der Bedarf an Trainings- und Spielzeiten enorm gestiegen. Zu Jahresbeginn zählte der Verein 1795 Mitglieder. „Mein Ziel sind 1900“, gibt sich Sasse optimistisch.

Qualifizierung der Trainer

Der Handball-Funktionär hat den Gesamtverein neu aufgestellt. Im vierköpfigen geschäftsführenden Vorstand sowie in den Abteilungen sind die Aufgaben klar verteilt. Das Abteilungsdenken gehöre der Vergangenheit an. So bezahle der Gesamtverein nun die Qualifizierungsmaßnahmen der Trainer. Derzeit hätten nur 20 von 95 Übungsleitern eine Lizenz.

Großes Ziel des VfL-Chefs ist es, das Know-how aller Wildeshauser Vereine zu bündeln. Jeweils montags und mittwochs trainieren bereits Leichtathleten des SC Wildeshausen im Krandel. Auch Schwimmer und Turner sollten im Sommer die Vorzüge der Anlage schätzen lernen. Insgeheim feilt Sasse schon an einem weiteren Projekt: „Mission Olympic“. Gesucht wird Deutschlands aktivste Stadt. Wenn alle Vereine in Wildeshausen an einem Strang ziehen, müsste es gelingen, eine neue sportliche Begeisterung zu entfachten, sagt Sasse. „An der Organisation wird es nicht scheitern.“

Spiel- und Bewegungstraining im Krandel-Stadion

Seit August 2007 ist Wolfgang Sasse offiziell verantwortlich für die Anlage im Krandel. Stück für Stück hat er neue Strukturen etabliert: Seit Anfang des Jahres ist Uwe Kricke hauptamtlich als Platzwart tätig. Ihm zur Seite stehen Paul Drechsler als „Greenkeeper“ und Birgit Kricke in der Verwaltung. Bastian Frerichs (21) absolviert hier gerade sein Freiwilliges Soziales Jahr.

Die Anlage ist auch für Freizeitsportler geöffnet, die hier am Nachmittag ihre Runden drehen wollen. Aufgrund der rasanten Mitgliederentwicklung des VfL Wittekind fehlten allerdings Plätze. Auch die Finanzierung des neue Elektrohäuschens sei noch nicht „unter Dach und Fach“, erklärte Sasse.

Ab 13. Mai startet der VfL unter dem Motto „Ab nach draußen!“ ein Spiel- und Bewegungstraining im und um das Krandel-Stadion. Jeweils mittwochs von 15.30 bis 16.30 Uhr spielen Kinder im Alter von 5 bis 8 Jahren. Anschließend trainieren die über Achtjährigen. Ansprechpartnerin ist Trainerin Silke Kloster, unter 0151/14 71 65 50

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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