STENUM Der Geniestreich von Rouven Heidemann hat dem VfL Stenum nicht zum Sieg gereicht. Der Mittelfeldspieler des Fußball-Bezirksligisten brachte sein Team mit einem perfekt getretenen Freistoß zwar mit 2:1 in Führung – dennoch ging die Partie gegen den TuS Obenstrohe mit 2:3 (1:1) verloren.

Innerhalb von 120 Sekunden ließ sich die Abwehr des VfL Stenum zwei Mal mit leichten Mitteln aushebeln, und für diese Nachlässigkeiten wurde der Titelanwärter bestraft. Der eingewechselte Theis Riechmann versetzte den Stenumern mit seinem Doppelpack zwischen der 77. und 79. Minute zum 3:2 einen klassischen Knockout.

„Wir waren grottenschlecht und haben zu keiner Phase des Spiels etwas auf die Reihe gekriegt“, schimpfte VfL-Coach Uwe Hammes nach dem schwachen Auftritt seiner Elf. Einzig Heidemanns Kunstschuss aus 25 Metern in den rechten Winkel sorgte bei Hammes für Zufriedenheit: „Die Standards funktionierten, aber der Rest nicht. Die Jungs wirkten schlapp.“ Bis auf Keeper Marco Scheffler, der einige gute Paraden ablieferte, fand kein Stenumer zu seiner Normalform.

Spielerisch agierte der VfL auf äußerst mäßigem Niveau. Dabei hatte der Tabellendritte nach dem 2:1 sogar noch zwei Chancen, auf 3:1 zu erhöhen. Doch sowohl Jan Badberg (61.) nach einem feinen Zuspiel von Roland Göde, als auch Sascha Pfeifer (72.) vergaben nach Kontern jeweils kläglich.

In einer unterhaltsamen, aber von vielen technischen Fehlern untermalten Begegnung diktierte Obenstrohe die erste Hälfte. Wie aus dem Nichts fiel das 1:0 für Stenum. Badberg nahm sich ein Herz und drosch das Leder nach einem Abpraller aus der Distanz flach ins linke Eck. Kurz vor der Pause glich der alleingelassene Khaled Khalil mit einem Kopfball aus.

„Die Meisterschaft ist noch nicht abgehakt. Aber wir dürfen uns jetzt fast keinen Ausrutscher mehr leisten. Vor allem müssen wir zwingend die Spitzenspiele gegen Heidkrug und Oldenburg gewinnen“, erklärte Hammes, der allerdings nicht davon ausgeht, „dass sich der VfB Oldenburg den ersten Platz noch nehmen lässt“. Das erste „Alles-oder-nichts-Spiel“ wartet bereits am Mittwoch auf den VfL. Um 19 Uhr beginnt die Nachholpartie zu Hause gegen den TuS Heidkrug.

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