+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 3 Minuten.

Tötungsdelikt bei Fleischunternehmen
Mann aus Essen stirbt nach Streit – 27-Jähriger festgenommen

Wildeshausen Wenn es nach einer oft herangezogenen Fußballweisheit geht, ist für jede Mannschaft die zweite Saison nach einem Aufstieg die schwerere. „Für uns wird es auch schwerer – aber nicht, weil es die zweite Saison ist“, sagt Marcel Bragula, Trainer des Landesligisten VfL Wildeshausen. Seine Einschätzung beruht auf einer anderen ganz bestimmten Tatsache: „Fast alle Landesligisten haben ihre Kader aufgerüstet, wir haben an Qualität verloren.“

Und so wird es für die Krandel-Kicker, die in der vergangenen Saison als Aufsteiger mit 42 Punkten als Tabellenelfter so eben den Klassenerhalt gepackt haben, auch im zweiten Jahr in der sechsthöchsten deutschen Liga schlichtweg um das Überleben gehen. „Da brauchen wir nicht um den heißen Brei rumreden. Wir wissen, worum es geht“, verdeutlicht Bragula.

Zu gravierend seien die Abgänge gewesen, die der VfL in der Sommerpause zu verkraften hatte. Besonders Flügelflitzer Janek Jacobs (BV Cloppenburg) und Mittelfeldregisseur Storven Bockhorn (Fußballpause) trauert der VfL-Coach hinterher. „Beide hatten bei uns eine tragende Rolle und sind nicht zu ersetzen“, bedauert der 41-Jährige. Auch Rechtsverteidiger Kai Meyer (vierte Mannschaft) hat auf seiner Position eine Lücke klaffen lassen. Zudem fallen mit Alexander Kupka und Ole Lehmkuhl zwei Leistungsträger noch länger verletzt aus. Ersatz hätte der VfL zwar bekommen können, doch entsprechende Spieler hielten direkt die Hand auf. „Und in Wildeshausen wird kein Geld gezahlt. Diesen Weg werden wir nicht verlassen, sonst wird es schwierig“, betont Bragula.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Wichtige Grundtugenden

Vielmehr wolle man bei den Krandel-Kickern weiterhin „saubere Arbeit“ (O-Ton Bragula) abliefern. Diese fundiere auf den Grundtugenden wie Kameradschaft, Teamgeist, Disziplin, Respekt und Leidenschaft. Bragula: „Viele sehen in uns vielleicht schon den Absteiger Nummer eins. Aber wir werden keine weiße Fahne hissen, sondern mit Optimismus an die Aufgaben herangehen. Wir wollen den Klassenerhalt schaffen.“

Bei diesem Unterfangen wollen einige neue Akteure im VfL-Team mithelfen. Größter Hoffnungsträger unter ihnen ist Sascha Abraham. Der 26-Jährige, der in der Vergangenheit schon mal für den VfL aktiv war, kommt vom TuS Emstekerfeld und verfügt auch über höherklassige Erfahrungen. „Wenn er fit bleibt, habe ich eine gewisse Erwartungshaltung. Er kann Tore vorbereiten und selbst machen“, sagt der VfL-Coach. Allerdings laboriert der Offensivspieler an einem Knorpelschaden im Knie und ist derzeit noch nicht wieder bei 100 Prozent.

Dittmar ein Rohdiamant

Einen Rohdiamanten angelte sich Wildeshausen mit dem A-Jugendlichen Frederik Dittmar vom TSV Ganderkesee. Er überzeugte während der Vorbereitung durch Technik und Spielintelligenz. „Allerdings ist sein rechter Fuß noch zu schwach und er muss körperlich zulegen“, hat Bragula Schwachstellen beim 17-jährigen Verteidiger erkannt.

Ebenfalls aus Ganderkesee kam der neue Co-Trainer Sven Apostel. Er tritt die Nachfolge von Marco Elia an, der nach zwei extrem erfolgreichen Jahren in Wildeshausen aus privaten Gründen als Trainer bei GVO Oldenburg anheuerte. „Die Zusammenarbeit läuft gut. Wir haben zueinander gefunden, brauchten aber auch etwas Anlaufzeit. Sven bringt großes fußballerisches Fachwissen mit und ist ähnlich detailverliebt wie Marco“, beschreibt Bragula seinen Trainerkollegen. Allerdings erfüllt Apostel in Wildeshausen eine Doppelaufgabe, denn der 39-Jährige wird auch als Spieler gebraucht. „Die besten Fußballerjahre sind vielleicht vorbei, aber seine Fähigkeiten sind unbestritten. Und er hat eine erstaunliche Kondition“, sagt Bragula. Er sieht Apostel am ehesten als Rechtsverteidiger. „Da hat er bislang den besten Eindruck gemacht.“

Durch die weiteren Zugänge Christoph Cebulla, Marius Meier, Pascal Hesselmann, Tim Albus und James Saah Josiah ist der VfL-Kader in der Breite gut aufgestellt. „Wir haben insgesamt 26 Spieler auf dem Zettel. Wer es nicht in die Landesliga schafft, kann Spielpraxis in der U 23 sammeln“, sagt der VfL-Trainer. Als einen Gewinner der Vorbereitung bezeichnete Bragula seinen Mittelfeldspieler Sebastian Bröcker. Vor einem Jahr vom Kreisligisten TV Dötlingen gekommen, entwickle sich Bröcker immer mehr zum Leistungsträger. Seine Entwicklung könne ein Fingerzeig für die Mannschaft sein. Bragula: „Wir wollen in der Saison mutiger werden, wir haben nichts zu verlieren!“

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.