NEERSTEDT NEERSTEDT - Die „Handballer mit Herz“ haben sich im Endspurt um den Klassenerhalt eine glänzende Ausgangssituation geschaffen. Oberligist TV Neerstedt bezwang den ATSV Habenhausen II nach anfänglichen Problemen letztlich sicher mit 33:27 (14:13). Die Revanche für die 27:31-Hinspiel-Pleite und dem ausgebauten Abstand zur Abstiegszone veranlassten Neerstedts Trainer Dirk Franke sogar zu einem tollkühnen Blick nach vorn: „Jetzt peilen wir ganz dreist den fünften Platz an. Es geht so eng zu, da ist alles möglich.“ Neerstedt jubelt, Habenhausen trauert. Gäste-Coach Hartmut Engelke übte nach dem Leistungseinbruch seines Teams deutliche Kritik: „Neerstedt hat mit Herz gespielt, und meine Spieler haben den Schwanz eingezogen.“

Die 120 Zuschauer in der Neerstedter Sporthalle rieben sich zu Beginn verwundert die Augen. Nicht ihre Mannschaft gab den Ton an, sondern die von Stefan Timmermann angetriebenen Bremer. Die konfuse TVN-Abwehr fand keine Sicherheit und musste mit ansehen, wie Habenhausen mit 6:2 (8.) und 10:6 (18.) davon zog. Erst nach 20 Minuten fanden die Gastgeber ins Spiel. Dem erstmaligen Ausgleich durch Nicolas Baris (11:11/25.) folgte wenig später die erstmalige Führung, die Florian Michalski mit einem geschickten Drehwurf von Linksaußen besorgte (13:12/28.). Zur Pause lag Neerstedt mit 14:13 vorn.

Mit der Umstellung von der 6:0-Deckung auf die offensive 3:2:1-Variante ging das Franke-Team im zweiten Abschnitt wesentlich effektiver zu Werke. Spätestens nach vier Toren in Folge zum 23:18 (45.) war die Partie entschieden. „Der Beginn war grausig, aber danach haben wir gezeigt, dass wir unsere Ausfälle kompensieren konnten“, so Franke. Neben Tomislav Delinac (Bänderriss), der nach eigener Aussage in zwei Wochen gegen Achim/Baden II wieder auflaufen möchte, standen Carsten Brinkmann (Armverletzung) und Torhüter Maik Haverkamp (Grippe) nicht parat. Einziger Wermutstropfen war die Rote Karte gegen Nicolas Baris. Der neunmalige Torschütze soll Lars Radecke unsanft zu Boden gestreckt haben. Doch die umstrittene Hinausstellung trübte die Freude des Aufsteigers, in dessen Reihen Marcel Kasper, Tim Schulenberg und Baris überzeugten, nicht.

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