HOYKENKAMP Dreißig Jahre ist es her, glaubt Hans-Dieter „Kaschi“ Kirchhof. „Meines Wissens nach, wurde 1981 zum letzten Mal in Hoykenkamp Großfeldhandball gespielt. Es war ein Freundschaftsspiel der TS Hoykenkamp gegen den VTB Altjührden. Es wird also langsam mal wieder Zeit“, erzählt der langjährige TSH-Handballer, der die zweite Männer-Mannschaft des Vereins trainiert. An diesem Freitag, 26. August, 19 Uhr, ist es soweit: Auf dem Sportplatz in Hoykenkamp wird wieder ein Großfeldhandballspiel angepfiffen. Eine Auswahl von ehemaligen TSH-Spielern wird auf eine Bremer Auswahl treffen.

Die Partie gehört zum Programm der Feierlichkeiten anlässlich des 100-jährigen Bestehens der TS Hoykenkamp. Die Idee entstand vor etwa einem Jahr. In Hastedt hatten Heino Gutzeit (TV Grambke) und Friedel Schulenberg, Abteilungsleiter des TV Neerstedt, ein Großfeldspiel organisiert. Mit dabei war Kirchhof, und er hatte großen Spaß. „Ich wusste ja, dass die TSH ein Jahr später Jubiläum feiert. Da habe ich gesagt: Dann machen wir das noch einmal.“ In Fritz Gillerke, Kassenwart der TSH, und Hans-Georg Ahrens, Handball-Abteilungsleiter, fand er zwei Mitstreiter, die ihn bei der Organisation unterstützen. Die letzten Vorbereitungen sind fast abgeschlossen. So wurden unter anderem die Tore neu gestrichen.

„Die TSH hat auf dem Großfeld ihre größten Erfolge gefeiert“, erzählte Kirchhof. Mitte der 60-er Jahre spielte das Team in der Oberliga, feierte sogar Siege über Deutsche Meister. Bis zu 500 Zuschauer verfolgten die Begegnungen. Einige der damals aktiven Spieler werden am Freitag ins Geschehen eingreifen. So laufen unter anderem Kirchhof, Gillerke, Hans-Dieter Schulz und Uwe Goyert auf. Verstärkt wird das TSH-Team mit Aktiven aus Nachbarvereinen. So haben Schulenberg, Hartmut Kahlen, Rolf Heitmann (VSK Bungerhof) und Heinz Ullmann (TV Deichhorst) zugesagt. „Alle haben mindestens in der Verbandsliga gespielt“, erklärt Gillerke und verspricht, dass die Routiniers auch am Freitag tollen Sport bieten werden. „Die sind alle noch gut am Ball und laufen sehr viel.“

Das Durchschnittsalter der Spieler sei 60 Jahre, schätzen Gillerke und Kirchhof. „In jedem Team ist aber auch einer dabei, der unter 55 Jahre alt ist“, merkt Kirchhof an.

Auch in der Bremer Auswahl, die von Harald Kellmann betreut wird, stehen Aktive, die sehr erfolgreich waren. Außer Gutzeit werden unter anderem Werner Lankenau, Willi Scharinghausen, Manfred Ehlmers (TV Grambke) und Holger Podien (Eintracht Bremen) dabei sein.

Für die Jubiläums-Partie wurden für beide Mannschaften Trikots angefertigt. Sie treffen sich schon um 18.30 Uhr. Dann soll mit den aktuellen TSH-Mannschaften, aber auch Gästen wie dem Oberligateam des TV Neerstedt, ein Foto aufgenommen werden.

Am Rand des Feldes wird ein Zelt aufgebaut, in dem in einer kleinen Ausstellung Erinnerungsstücke aus der Handball-Geschichte der TSH gezeigt werden. Während der Partie wird Fabian Kahler das Geschehen moderieren und die Aktiven vorstellen.

Feldhandball wird auf einem Platz mit den Maßen eines Fußfeldes und auf Fußballtore gespielt. Der Torraum ist ein Halbkreis mit einem Radius von 13 Metern. Jede Mannschaft besteht aus zehn Feldspielern und einem Torwart.

Der DHB richtete lange eine Feld- und eine Hallensaison aus. Gegen Ende der 60-er Jahre wurde Feldhandball aber vom Hallenhandball verdrängt. Der letzte Deutsche Meister im Feldhandball wurde 1975 ermittelt (TSG Haßloch).

Lars Pingel Lokalsport / Redaktion Wildeshausen
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