GANDERKESEE Wie heißt es so schön: Es gibt Geschichten, die nur der Fußball schreibt. Und beim 2:2-Unentschieden des TSV Ganderkesee gegen den VfL Oldenburg II gab es eine ganz besondere Anekdote. Denn dass ausgerechnet Marcus Metschulat das im Abstiegskampf so wichtige Ausgleichstor erzielen würde, war so nicht zu erwarten. Eigentlich kickt dieser nämlich in der Kreisklasse und ist bei der ersten Mannschaft der Co-Trainer.

Da den Hausherren auch am Sonntag mehrere Stammspieler nicht zur Verfügung standen, tauchte auch der Name Metschulat auf dem Spielbogen auf. Für den Routinier war es erst der zweite Bezirksliga-Einsatz in dieser Saison. Beim ersten Mal stellte sich „Metsche“ wegen akuten Torwartmangels sogar ins Tor – und musste beim 3:7 gegen den BV Bockhorn gleich siebenmal hinter sich greifen.

Im Sturm lief es für den Co-Trainer wesentlich besser. Als er für Fabian Mucker hereinkam, waren noch elf Minuten zu spielen. Und nur drei Minuten nach seiner Einwechselung durfte der Mann des Tages schon jubeln. Nach einem krassen Abwehrfehler der Gäste kam Metschulat an das Leder und zog aus spitzem Winkel ab – 2:2 (81). In den letzten Minuten war für Ganderkesee sogar noch das Siegtor möglich, die Kopfbälle von Metschulat (84.) und Stephan Asche (87.) flogen aber vorbei.

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Zuvor hatte der TSV eine ordentliche erste Hälfte abgeliefert. Nach einem von Gabro Aras verschuldeten Handelfmeter, den Rene Weber zum 0:1 (18.) verwandelte, glich Apostolos Papakostas mit einem abgefälschten Schlenzer zum 1:1 (24.) aus. Maximilian Klatte brachte den VfL sieben Minuten später jedoch wieder in Front. Im zweiten Abschnitt bauten die Platzherren dann spürbar ab. Nach einer anständigen ersten Hälfte, die der TSV mit 1:2 abgab, bauten die Platzherren im zweiten Abschnitt spürbar ab. Der VfL Oldenburg kam immer wieder überfallartig vors Tor der Ganderkeseer und hatte in der 63. Minute auch die Riesenchance, alles klarzumachen. Stürmer Jannis Reichel machte bei einem Konter eigentlich alles richtig, umkurvte Keeper Thorben Riechers und stand vollkommen allein vor dem leeren Ganderkeseer Tor. Er entschied sich für einen Linksschuss aus etwa zehn Metern. Die Kugel versprang auf dem holprigen Geläuf, und als der Balls an die Latte flog, ließ das Gelächer der Zuschauer nicht lange auf sich warten. Dieser Patzer kam die Gäste teuer zu stehen. Mertschulat bestrafte ihn. Er jubelte nach dem Schlusspfiff: „Ich wusste, dass ich treffe. Als ich eingewechselt wurde und den Schmuck abnehmen musste, gab ich einem Kumpel meinen Ehering und sagte: Halt mal bitte, ich muss mal eben ein Tor machen.“ Dass es in der hektischen Endphase nicht mehr zum 3:2 reichte, konnte Trainer Riekers verschmerzen: „Mal sehen, was der eine Punkt letztlich wert ist. Wir sind noch im Rennen um den Klassenerhalt, nachdem uns im Winter schon viele abgeschrieben hatten.“

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