Dingstede Auf den ersten Blick scheint die Sache klar. Golfclubs verfügen über weiträumige Anlagen. Überall ist es grün. Doch wie intakt ist eigentlich das Biotop Golfplatz?

Auf jeden Fall noch verbesserungsfähig, lautet die Antwort. Der Deutsche Golfverband bietet seit circa zwölf Jahren ein mehrstufiges Zertifizierungsprogramm an, dem sich bislang 200 der etwa 700 Plätze unterzogen haben. Dabei werden ökologische Aspekte wie der Zustand der Natur und Landschaft umfassend bewertet, aber auch die Pflege und der Spielbetrieb, Umwelt und Arbeitssicherheit sowie Infrastruktur.

Anfang August hat es ein erstes sogenanntes Audit (Untersuchungsverfahren) auf dem Gelände des Golfclubs Oldenburger Land gegeben. „Wir haben danach Hausaufgaben aufbekommen, die es abzuarbeiten galt“, sagt Golfclub-Vizepräsident Bernd Krämer. Bereits umgesetzt wurde folgendes:
Rettungsringe an den Teichen der Anlage
Einrichten eines Buttons auf der Homepage „Golf und Natur“
Wettererfassung und -auswertung
Dokumentation der Geschichte des Heuerhauses
80 Bäume und Sträucher sind nach Angaben von Dr. Reinhard Holländer über die Heinz-Wieker-Stiftung gesetzt worden.

„Golfplätze sind nicht nur Sportstätten, sondern die Vereine haben auch Verantwortung gegenüber der Landschaft“, ist Krämer überzeugt.

Folgen sollen noch das Ausarbeiten eines Rettungsplans, eine Mitglieder-und Gästebefragung sowie das Aufarbeiten aller alten Unterlagen (Bauanträge, Genehmigungen etc.).

Ermöglicht wurde der Zertifizierungsprozesse nicht zuletzt durch die eigens dafür gegründete Kommission der Golfanlage, bestehend aus Sonja Bolte, Manfred Smidt, Michael Kunert, Dieter Kückens, Dr. Reinhard Holländer und Bernd Krämer. Dr. Holländer trägt bereits seit mehr als sechs Jahren sämtliche Informationen zu Flora und Fauna auf dem Gelände der seit 20 Jahren bestehenden Golfanlage zusammen.

Vor wenigen Tagen war nun im Auftrag des Golfverbands der Landschaftsarchitekt Prof. Martin Bocksch in Dingstede, um sich vom Ergebnis der Arbeiten zu überzeugen. Mit positivem Ausgang: Der GC Oldenburger Land erhielt am Ende der Prüfung die Zertifizierung auf Bronze-Ebene.

Zwei Jahre ist das Zertifikat – basierend auf der auch in der Industrie verbreiteten Qualitätsmanagementnorm DIN ISO 9001 – gültig, dann muss es durch eine erneute Prüfung verlängert werden.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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