Großenkneten Die Fußballer des TSV Großenkneten wurden am Sonntagnachmittag erneut für die hervorragende Ausrichtung des Kreispokal-Finaltages der Juniorenfußballer gelobt. Allerdings zeigten sich die Großenkneter als Spielgemeinschaft mit dem FC Huntlosen auch in sportlicher Hinsicht als gute Gastgeber, denn beide Endspiele mit Kneter Beteiligung gewannen die Gegner TV Munderloh (A-Junioren) und VfL Stenum II (B-Junioren). Bei den D-Junioren jubelte der FC Hude.

D-Junioren

FC Hude - SG Littel-Charlottendorf/Wardenburg 1:0 (1:0). „Zumindest das bleibt mir jetzt erspart“, meinte SG-Trainer Holger Siemer, als er kurz nach der Partie beobachtete, wie sein Huder Kollege Michael Juretzka von allen Seiten die Wasserduschen abbekam. Aber auch ansonsten war der Coach des Vizepokalsiegers nicht enttäuscht. „Wir haben gut dagegen gehalten, Hude war aber spielerisch besser und hat verdient gewonnen“, resümierte Siemer. Riesenfreude herrschte dafür auf der anderen Seite. „Es war ein geiles Spiel“, jubelte Juretzka, der aber auch die Leistung des Gegners würdigte. „Littel war ein toller Gegner und hat uns alles abverlangt.“

Die Huder waren von Anfang an die überlegene Mannschaft und erarbeiteten sich zahlreiche Chancen. „Unser einziges Problem war, dass wir die Murmel nicht ins gegnerische Tor bekommen haben“, meinte Juretzka. Nur einmal klingelte es im Kasten der SG, als Felix Ramke bereits in der zehnten Minute nach einem Abpraller blitzschnell reagierte und die Kugel zum Tor des Tages einschob. Ansonsten entpuppte sich Littels Torhüter Lasse Mattis Klein als überragender Rückhalt und machte zahlreiche Chancen des FC zunichte. Selbst kam die Mannschaft aus der Gemeinde Wardenburg im zweiten Abschnitt auch zu zwei gefährlichen Abschlüssen, die aber beide nicht zum Erfolg führten.

Für den FC Hude wurde damit ein erfolgreiches Wochenende gekrönt. Die Junioren hatten bereits am Samstag an der Bezirksmeisterschaft in Bakum teilgenommen und dort einen starken vierten Platz belegt. Nach Rang zwei in der Vorrunde scheiterten die Huder im Halbfinale am späteren Turniersieger VfL Osnabrück knapp mit 0:1.

B-Junioren

VfL Stenum II - SG Großenkneten/Huntlosen 6:5 nach Elfmeterschießen (2:2/ 2:0). Das Projekt Titelverteidigung der Großenkneter erhielt früh einen Dämpfer. Bereits in der vierten Spielminute ging Stenum in Führung. Beim Schuss von Fynn Cordes war SG-Keeper Paul Kues zwar dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. Danach passierte zunächst bis auf einen Versuch von Malte Fischer (SG/8.) sowie einen weiteren Schuss von Cordes (12.) nicht viel, ehe Jendrik Heinrich von einem Abwehrschnitzer der Kneter profitierte und das 2:0 erzielte (25.).

Mit dem Pausentee nahmen die Kneter dann wohl gleichzeitig auch neuen Mut auf: Ein Doppelschlag innerhalb von weniger als 60 Minuten stellte alles wieder auf Null. Erst traf Malte Niemann mit einem direkten Freistoß (43.), und dann sorgte Niklas Köhne (44.) für das 2:2. Im weiteren Verlauf blieb die SG tonangebend, nutzte ihre Hochkaräter durch Silas Beewen (70.) und Köhne (71.) aber nicht. Auf der anderen Seite musste auch Kues zweimal in höchster Not klären (69./73.), so dass das Remis in Ordnung war.

„Wir haben eine tolle zweite Halbzeit gespielt. Elfmeterschießen ist eben Glückssache“, wusste SG-Trainer Cally Grüner, dessen Elf im Vorjahr beim dramatischen 16:15 gegen den VfL Wildeshausen noch das Glück gepachtet hatte. Diesmal jubelte aber der Gegner aus Stenum, weil die Großenkneter gleich dreimal scheiterten, während der VfL nur zwei Fehlschüsse in sechs Durchgängen zu verzeichnen hatte. „Wir waren Außenseiter, und die Jungs hatten noch die klare Niederlage aus der Meisterschaft im Hinterkopf. Diesmal wollten sie zeigen, dass sie es besser können“, sagte Stenums Trainer Sven Oliver Breuer. Er richtete großes Kompliment an den Gegner: „Großenkneten hat uns am Montag in seinem Stadion trainieren lassen, damit wir den Kunstrasen kennenlernen. Das war sicherlich nicht selbstverständlich“, lobte er die Fairness des Ausrichters.

A-Junioren

SG Großenkneten/Huntlosen - TV Munderloh 1:4 (0:3). Sie hatten sich auf diesen Erfolg scheinbar vorbereitet, denn nach dem Schlusspfiff und dem ersten Jubel streiften sich die Munderloher bereits die in den Vereinsfarben schwarz-gelb gestalteten Pokalsieger-Shirts über. „Die Jungs haben überragend gespielt, die Vorgaben umgesetzt und 100 Prozent für den Sieg gegeben“, fasste Munderlohs Trainer Bendix Schröder die 90 Minuten aus seiner Sicht zusammen. Als fairer Verlierer erwies sich SG-Coach Maik Seeger: „Munderloh hat das gut gemacht. Unser Tor kam leider etwas zu spät für eine Aufholjagd. Trotz der Niederlage war es ein tolles Erlebnis, bei diesen Rahmenbedingungen ein Pokalendspiel zu bestreiten.“

Die Gäste aus Munderloh sorgten bereits vor der Halbzeitpause mit den Treffern von Simon Punke (12./45.) und Matti Lüers (39.) für eine Vorentscheidung. Als Ralf Kruse kurz nach Wiederbeginn auf 4:0 (48.) erhöhte, war der Drops gelutscht. Obwohl Großenkneten danach viel investierte und einige Chancen hatte, reichte es nur zum Ehrentor durch Tom Kunst (84.).

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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