Altona /Brettorf Die Olympischen Spiele sind für sie die ganz große Bühne: Mit drei Gold- und einer Silbermedaille in Rio sind die deutschen Sportschützen so erfolgreich wie seit 40 Jahren nicht mehr. Diese positive Aufmerksamkeit bringt auch den lokalen Vereinen Rückenwind in einem Sport, der immer wieder in der Diskussion steht.

„Phänomenal“ findet Hans Mayer, Vorsitzender des Schützenvereins Altona, die Leistung der Olympioniken. „Besonders der Sieg von Christian Reitz mit der Schnellfeuerpistole hat mich beeindruckt.“ Durch die öffentlichkeitswirksamen Erfolge könne der gesamte Schützensport sein Image aufbessern, ist Mayer überzeugt. „Wir müssen jetzt versuchen, auf der Welle mitzuschwimmen.“

Tag der offenen Tür

Der Schützenverein Altona lädt am Sonntag, 4. September, zum Tag der offenen Tür ein. Besucher können unter Aufsicht der Mitglieder alle Waffenklassen ausprobieren und sich zum Thema Waffenbesitz beraten lassen.

Von 10 bis 18 Uhr sind Gäste am Schießstand Altona, Wildeshauser Straße 15, willkommen.

Ähnlich denkt der Vorsitzende des Schützenvereins Brettorf, Erwin Hirsch. „Wir werden das in der nächsten Sitzung mal ansprechen, wie wir die Aufmerksamkeit nutzen können.“ Aber bereits vom Beobachten der olympischen Wettbewerbe könne man einiges lernen. Hirsch ist zum Beispiel der spannende Finalmodus, bei dem der jeweils Letzte ausscheidet, aufgefallen. „Da kann man vielleicht etwas abschauen und übernehmen.“

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Das Schießen attraktiv zu halten, sei eine wichtige Aufgabe. Denn in der Öffentlichkeit habe der Sport nicht überall den besten Ruf. Wann immer jemand durch eine Waffe zu Schaden kommt, werde schnell mit dem Finger auf die Schützenvereine gezeigt. Das halten beide Vereinsvorsitzenden für nicht gerechtfertigt. Sie verweisen einerseits auf die strengen Gesetze und die hohen Hürden, bevor man als Sportschütze überhaupt eine Waffe besitzen dürfe. „Und 99,9 Prozent gehen verantwortungsbewusst damit um“, sagt Mayer.

Immerhin, die ersten positiven Rückmeldungen auf die Erfolge in Rio gibt es bereits. Mayer spricht von „sechs, sieben Leuten“, die in den vergangenen Tagen neugierig in der Schießhalle vorbeigeschaut hätten. Solche Kontakte bieten die Chance, die vielen Möglichkeiten für alle Altersgruppen im Schießsport näherzubringen.

Zudem könnten auf diese Weise Vorurteile aus dem Weg geräumt werden – zum Beispiel gegenüber denjenigen, die Schützenvereine vor allem als feiernde Trachtengruppen ansehen. „80 Prozent unserer Mitglieder geht es rein um den Sport“, entgegnet Mayer. „Meine Uniform trage ich vielleicht vier Mal im Jahr.“

Patrick Buck stv. Redaktionsleiter / Redaktion Oldenburg
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