HOYKENKAMP HOYKENKAMP - Es wurde ein Spiel auf Biegen und Brechen vorhergesagt, und diese Prognose ist auch eingetreten. Die Verbandsliga-Handballer der TS Hoykenkamp lieferten dem zuvor mit 16:8 Zählern punktgleichen Spitzenreiter MTV Jever ein großes Match, doch am Ende prägten enttäuschte Gesichter die Szenerie in der Hoykenkamper Sporthalle. Mit 23:24 (9:12) gab das Team von Trainer Hans Paust das Gipfeltreffen knapp aus der Hand.

Vor 220 Zuschauern neutralisierten sich zunächst beide Mannschaften. Über 3:3 (6.) und 6:6 (13.) blieb es lange Zeit ausgeglichen. Der Respekt voreinander war unübersehbar, es regierte mehr Kampf statt Klasse. Das Spiel lebte vorrangig von der Spannung. Mit einem kleinen Zwischenspurt zur 9:6-Führung setzten die Friesen die erste Duftmarke. Diesen Drei-Tore-Vorsprung rettete Jever auch in die Pause.

Hoykenkamp wirkte auch zu Beginn der zweiten Hälfte lethargisch und konnte sich nur ansatzweise mit guten Spielzügen Vorteile erspielen. Immer wieder nutzten die Gäste die sich bietenden Löcher in der TSH-Abwehr und verteidigten stets den Vorsprung von zwei bis vier Toren.

Hektisch wurde es kurz vor Schluss: Als die Hallenuhr bereits die letzte Spielminute anzeigte, erzielte Hoykenkamp erstmals im zweiten Abschnitt den Ausgleich zum 23:23. Als der Ball wenig später erneut in den Reihen der TSH nach vorn unterwegs war, wurde die Chance auf dem linken Flügel leichtfertig vergeben – Jever bedankte sich und setzte mit einem raschen Tempogegenstoß den entscheidenden Treffer.

„Es war ein reines Kampfspiel, in dem wir durchaus die Chance hatten zu gewinnen", sagte Hoykenkamps Betreuer Dennis Schaffhausen. Nicht gut zu sprechen war er auf das Schiedsrichtergespann. „Ein Unparteiischer kam zehn Minuten zu spät, und während des Spiels gab es eine Fülle von mehr als fragwürdigen Entscheidungen." Leidtragende waren unter anderem Chris Skormachowitsch und Martin Wessels, die mehrmals von einem Pfiff der Schiedsrichter gestoppt wurden. „Zudem hat Jever hart und teilweise auch unfair gespielt, was von den Herren in Schwarz aber nicht geahndet wurde", haderte Schaffhausen.

Seinen Einstand bei der TSH feierte unterdessen Carsten Sprung. Der Sohn des Ganderkeseer Bürgermeisters Gerold Sprung lebt derzeit in München und hatte vor einigen Monaten seinen Pass bei der Turnerschaft hinterlassen und signalisiert, bei Gelegenheit auszuhelfen. In der vergangenen Saison spielte der Abwehrspezialist noch beim Oberlisten TSV Kronshagen in Schleswig-Holstein.

TSH: Stein, Kleefeld - Stürenburg 1, Schröder 2, Schadendorf, Müller-Hill 1, C. Skormachowitsch 3, Sprung 1, N. Skormachowitsch 8, Windhusen 1, Wessels 3/1, Schwarting.

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