Ahlhorn Vor einer Woche noch mussten Annika Lohse, Tim Albrecht und Steffen Lüdtke enttäuscht und tatenlos mit ansehen,wie andere Mannschaften die Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften unter sich ausmachten. Am Sonnabend war es nun das Faustball-Trio des Ahlhorner SV, das sich freuen konnte: Mit der deutschen U-21-Nationalmannschaft wurden Albrecht und Lüdtke im tschechischen Prelouc Europameister, Lohse gewann mit dem Frauennationalteam die Silbermedaille.

„Der Titelgewinn war unser großes Ziel und wir sind überglücklich, dass wir es erreicht haben“, freuten sich die beiden Ahlhorner nach dem 3:0-Endspielerfolg gegen die Schweiz (11:9, 11:6, 11:5). Damit blieben die deutschen Junioren im gesamten Turnierverlauf ohne einen Satzverlust. Schon in den Vorrundenspielen konnte sich das Team der beiden Bundestrainer Hartmut Maus und Roland Schubert gegen die Eidgenossen behaupteten. Das glatte 2:0 (11:8, 11:3) war bereits das Ticket für das Endspiel, nachdem zuvor auch Tschechien (11:4, 11:5), Italien (11:5, 11:3) und Österreich (11:8, 11:4) jeweils deutlich in die Schranken gewiesen worden waren.

Das Endspiel gegen die Schweiz verlief lediglich im ersten Satz ausgeglichen. Danach zeigten beide Mannschaften hochklassigen Faustball, doch waren die Aktionen des Titelverteidigers zumeist einfach zwingender und letztendlich erfolgreicher. Tim Albrecht auf der Zuspielposition konnte seine Angreifer um den überragenden Patrick Thomas vom frisch gebackenen TSV Pfungstadt immer wieder perfekt in Szene setzen. „Wir sind ein gut eingespieltes Team. Der gesunde Mix aus erfahrenen und jungen Spielern ist unsere Stärke“, erklärte Albrecht das Erfolgsrezept, mit dem sich Deutschland nunmehr zum zehnten Mal in Folge den EM-Titel sicherte.

Die deutschen Frauen mussten in Tschechien lediglich die Überlegenheit des alten und neuen Europameisters Österreich anerkennen. Bereits in der Vorrunde mussten sich die Spielerinnen vom Trainerinnen-Duo Silbe Eber/Sabine Carle der Alpenrepublik mit 0:2 geschlagen geben (8:11, 8:11). Beim erneuten Aufeinandertreffen im Endspiel ging es dann weitaus spannender zu: Deutschland holte einen 0:2-Satzrückstand auf und erzwang den Entscheidungssatz (9:11, 8:11, 12:10, 11:4). Hier konnte man aber nur bis zum 2:2 mithalten, dann zog Österreich mit der überragenden Magdalena Lindorfer am Schlag unbeirrt davon und gewann mit 11:4.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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