WüSTING Im Gefühl des Glücks bemühte Ralf Eilenberger die ganz großen Worte: „Das ist für mich wie eine kleine persönliche Mondlandung“, sagte der Trainer der SF Wüsting-Altmoorhausen, nachdem seine Fußballerinnen das Endspiel um die Niedersächsische Frauenmeisterschaft gegen Sparta Göttingen am Sonntag in Barsinghausen mit 3:2 nach Verlängerung (2:2, 2:0) für sich entschieden hatten. Die Wüstingerinnen sind damit nicht nur der erste Niedersachsenmeister aus dem Landkreis seit dem VfL Wildeshausen vor 25 Jahren, sondern haben gleichzeitig den Aufstieg in die Regionalliga perfekt gemacht.

„Das war das beste Spiel meiner Mannschaft, seitdem ich hier Trainer bin“, sagte der seit fünf Jahren für sie SF tätige Eilenberger. Mit extrem hohem Laufpensum und bedingungslosem kämpferischen Einsatz zog Wüsting vor 250 Zuschauern – darunter rund 50 eigene Fans – den favorisierten Göttingerinnen, Meister der Oberliga-Ost, den Zahn. Hinzu kam, dass Maren Genke einen echten Sahnetag erwischt hatte und ihre Farben mit drei Treffern im Alleingang zum Sieg schoss.

Erst behielt die Stürmerin nach einem Pass von Yvonne Unruh die Nerven und schob frei stehend zum 1:0 ein (11.), dann bedrängte sie die Sparta-Torhüterin so sehr, dass diese Genke anschoss, und die SF-Angreiferin ohne große Mühe das 2:0 (13.) erzielte. Ein Auftakt nach Maß für Wüsting und ein Schock für die Göttingerinnen, von dem sie sich nur langsam erholten. Die starke SF-Verteidigung um Stephanie Rückleben und Marion Saathoff ließ bis zum Halbzeitpfiff keinen nennenswerten Torchancen des Sparta-Teams zu.

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Doch nach dem Seitenwechsel schien die Aussicht auf den großen Triumph die Wüstingerinnen zu lähmen. Sparta übernahm die Initiative und kam durch Inga Greese zum Anschlusstreffer (55.). Als Juliane Jühne kurz darauf den Ausgleich erzielte (60.), drohte das Spiel zu kippen. Doch die Eilenberger-Truppe bewies Moral und biss sich zurück in die jetzt heiß umkämpfte Partie. Trotz einiger Möglichkeiten auf beiden Seiten blieb es nach 90 Minuten beim Remis.

In der Verlängerung fiel die Entscheidung schon in der 95. Minute: Nach einem Zuspiel von Ann-Kathrin Doering war Maren Genke erneut nicht zu halten und avancierte mit ihrem Treffer Nummer drei endgültig zur „Meistermacherin“. Danach warf Göttingen alles nach vorne, doch die umsichtige Berrit Kienelt im SF-Tor war nicht mehr zu überwinden. Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel bei den Wüstingerinnen keine Grenzen mehr – der Startschuss für eine lange Meister- und Aufstiegsfeier.

Christopher Deeken Redakteur / Sportredaktion
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