Ganderkesee Die Trampolinturnerinnen des TSV Ganderkesee lieben das Gefühl des Fliegens. „Beim Springen lässt man einfach los“, sagt die 19-jährige Anna-Lena Scholz, „es fühlt sich an wie in der Schwerelosigkeit.“ Sportlerinnen auf dem Trampolin brauchen dieses Gefühl, um Leistung bringen zu können. Die Mischung aus dem Fliegen, dem Gefühl für den Körper und der Athletik bringt den Erfolg. Beim TSV wird das exzellent umgesetzt. Im November 2019 wurde das Team in Worms deutscher Vizemeister.

Die Mannschaft besteht aus fünf Turnerinnen. Neben Anna-Lena Scholz sind das: Fotini Lizeka (19 Jahre), Sabrina Langner (16), Carlotta Amedick (19) und Lara Materne (18). „Es ist von Vorteil, dass das Team so jung ist“, sagt TSV-Trainerin Stephanie Ramke, „die Jugend trainiert leichter, ist viel unbekümmerter.“ Die 35-Jährige ist seit 2009 für die Turnerinnen verantwortlich. An ihrer Seite kümmert sich auch Insa Pätzold (30) um die Gruppe.

Ramke hat auch Trampolin geturnt. Sie hat eine Entwicklung festgestellt. „Vom Breitensport zum Leistungssport“, so die Steuerfachangestellte. Für ihr Team trifft das allemal zu. Drei bis viermal pro Woche wird trainiert, an 35 bis 40 Wochenenden pro Jahr ist die Mannschaft unterwegs. „Meisterschaften im Bezirk in Osnabrück, auf Landesebene nach Hannover und auf Bundesebene nach Stuttgart“, beschreibt Ramke ein Musterbeispiel für die Wettkämpfe ihres Teams.

Geschultert werden könne das nur durch die Unterstützung des Vereins und der Eltern der Turnerinnen. In 2019 belohnte der Erfolg den riesigen Aufwand. „Nach dem Vorkampf hatten wir ein sehr gutes Gefühl“, erzählt Ramke von der Meisterschaft in Worms, „und nach drei Übungen im Finale waren wir auf Silberkurs.“ Man habe sich beraten: Risiko gehen oder Silber sicher nach Hause bringen? „Carlotta hat Risiko geturnt und richtig einen rausgehauen“, freut sich die Trainerin.

Für Sabrina Langner ist es „die Körper-Kontrolle in der Luft“, die das Trampolin-Turnen ausmacht. Und Fotini Lizeka, die von ihrer Cousine an die Sportart herangeführt und neugierig gemacht wurde, ist Feuer und Flamme: „Das ist ja nicht mit Trampolin-Springen im Garten zu vergleichen. Der Sport ist so anspruchsvoll. Es gibt keine Grenzen nach oben. Phantastisch für den Körper.“


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Tobias Göttler Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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