Ganderkesee Am Ende war es eine Silbermedaille, die einen goldenen Schimmer hatte: Mit dem zweiten Platz kehrten die Trampolinturnerinnen des TSV Ganderkesee am Wochenende von der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft aus Worms zurück. „Das war ein grandioser Abschluss der Saison“, freute sich TSV-Trainerin Stephanie Ramke und betonte: „Der Wettkampf hätte für uns nicht besser laufen können.“

Bereits am Freitag hatten sich die TSV-Turnerinnen auf den Weg in Richtung Rheinland-Pfalz gemacht, wo der letzte große nationale Wettbewerb des Jahres anstand. „Die Mannschafts-DM ist für uns immer etwas Besonderes“, sagte Ramke. Nachdem die Ganderkeseerinnen in den Jahren 2016 und 2018 den dritten Platz belegt hatten, war auch diesmal eine Medaille das erklärte Ziel. Gold hatte Ramke dabei aber schon vorher ausgeschlossen – zu stark schien der Konkurrent von MTV Stuttgart zu sein. „Es war völlig unrealistisch, dass wir vor denen landen würden. Dafür hätten wir im wahrsten Sinn des Wortes einen Höhenflug gebraucht“, schmunzelte die Trainerin. Und tatsächlich turnten die Mädchen aus Stuttgart in ihrer eigenen Liga und sicherten sich mit deutlichem Vorsprung den dritten Titel in Folge.

Platz drei im Vorkampf

Umso spannender verlief dafür das Rennen um Silber. Nach dem Vorkampf, in dem die Turnerinnen jeweils zu einer Pflichtübung sowie einer Kür antraten, belegte das Ganderkeseer Quartett um Carlotta Amedick, Sabrina Langner, Fotini Lizeka und Lara Materne den dritten Platz ganz knapp hinter der TG Dietzenbach. Stuttgart war zu diesem Zeitpunkt bereits enteilt. Anschließend ging es für die fünf besten Mannschaften im Finale weiter.

Dort präsentierte jede Turnerin noch einmal eine Kür – also eine individuell gestaltete Übung mit zehn Sprüngen. Die drei besten Ergebnisse zählten dabei für die Mannschaftswertung, während das schwächste nicht in die Wertung einfloss. Bei Lara Materne, Fotini Lizeka und Sabrina Langner hatte sich das TSV-Team, zu dem auch Ersatzturnerin Anna-Lena Scholz zählte, darauf verständigt, die Übungen vom Schwierigkeitsgrad her etwas leichter zu gestalten. Umso schöner und insbesondere fehlerfreier war dafür die Ausübung, so dass Ganderkesee bereits vor dem letzten Durchgang eine Medaille sicher zu haben schien.

Amedick turnt WM-Kür

Nun lag es an Carlotta Amedick, welche Farbe diese Medaille haben würde. 0,06 Punkte lag ihr Team hinter Dietzenbach. „Wir sind volles Risiko gegangen, und Carlotta turnte die volle Schwierigkeit“, berichtete Stephanie Ramke. Die Übung, mit der Amedick auch in zwei Wochen bei der Weltmeisterschaft in Tokio an den Start gehen wird, hatte sie zuvor noch bei keinem Wettkampf geturnt. „Sie ging strahlend auf das Gerät und war so motiviert, dass nichts schiefgehen konnte“, erzählte die Trainerin, die trotzdem während der Übung „18 ganz „grausame Sekunden“ beim Zuschauen erlebte. Doch das Risiko sollte sich lohnen, denn die Ganderkeseerin zeigte eine hervorragende Kür, die mit 51,265 Punkten belohnt wurde. Da kam die TG Dietzenbach nicht mehr heran – im Endklassement lag der TSV Ganderkesee mit der Gesamtsumme von 146,310 auf Rang zwei, hinter dem verdienten Sieger Stuttgart (153,160) und vor Dietzenbach (143,800).

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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