GANDERKESEE „Mit dieser Leistung haben wir in der Bezirksliga nichts zu suchen“, zeigte sich Ganderkesees Fußballtrainer Matthias Trätmar nach der 1:4-Pleite seines TSV gegen den Heidmühler FC maßlos enttäuscht. Nach der 14. Saison-Niederlage gegen einen Gast, der ebenfalls gegen den Abstieg spielt, bleibt Ganderkesee weiter Tabellenletzter.

Es war eine desolate Vorstellung, die der TSV gegen Liga-Zwölften ablieferte. Offensivbemühungen mit den beiden Spitzen Jens Bauer und Marko Schrank fanden zunächst nicht statt. Eher planlos wurde der Ball nach vorne gespielt. Bei Ballverlusten setzte Ganderkesee nicht nach und lief immer wieder dem Gegner hinterher. „Ich dachte, die Mannschaft wäre heiß auf diesen Fight gewesen“, so der Übungsleiter, der sich so sehr ein anderes Auftreten seiner Mannschaft in diesem „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen den Abstieg gewünscht hatte.

Besser machte es der Gast aus Heidmühle, der auch schon das Hinspiel mit 3:1 gewonnen hatte. Der FC spielte zwar auch keinen Traumfußball, doch setzte die Truppe von Trainer Lars Poedtke immer wieder nach und versuchte, durch schnelles Passspiel zum Erfolg zu kommen. Zu Recht führte Heidmühle nach einer halben Stunde schon mit 3:0. Hoffnung im Lager des TSV keimte auf, als Jens Bauer zum 1:3 verkürzen konnte. Doch durch diesen Treffer änderte sich die Spielweise vom TSV nicht.

Nach dem Wechsel und mit dem Wind im Rücken zeigte der TSV sein Können im Rahmen seiner Möglichkeiten. Endlich wurde nach Ballverlusten nachgesetzt und schnell gespielt. Allerdings gelang dies nur bis zum Heidmühler Strafraum, und zudem hielt dieser Druck nur drei Minuten. Dann war wieder Schluss mit aggressivem Fußballspielen. Nur eine Torchance hatte der Tabellenletzte in der zweiten Hälfte, die Kapitän Arif Sakin mittels Drop-Kick aus 20 Metern über das HFC-Tor vergab.

Eine Aufbäumen des TSV fand auch in der Schlussphase trotz Überzahl-Spiels nicht statt. Heidmühles Dirk Harms schoss einen Freistoß (80.), bevor Schiedsrichter Björn Tholen den Ball freigab. Da der Mittelfeldspieler wegen Ballwegschlagens in der 34. Minute schon mit Gelb verwarnt worden war, zeigte der Unparteiische nun folgerichtig Gelb-Rot.

„Mit Sicherheit kann man Spiele verlieren“, sagte der TSV-Coach. „Aber es kommt die Art und Weise an, wie man sich präsentiert“, so der enttäuschte Trätmar weiter.

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