Ganderkesee Die Regionalliga-Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst sind ihrer Favoritenrolle bei den Kreismeisterschaften im Futsal gerecht geworden. Das Team von Trainer Claus-Dieter Meier setzte sich am Samstagnachmittag in der Sporthalle am Steinacker in Ganderkesee souverän gegen die Konkurrenz aus dem Landkreis Oldenburg durch. Im Finale musste sich Jahn aber mächtig strecken, um den Kreisligisten VfL Stenum letztlich mit 2:0 zu bezwingen. Das Spiel um Platz drei entschied die Reserve des TV Jahn gegen den BSV Benthullen-Harbern mit 3:0 für sich.

Ausrichter TSV Ganderkesee schied in der Gruppenphase unglücklich aus. TSV-Trainer Robin Ramke, der auch für die Organisation der Veranstaltung verantwortlich war, zeigte sich dennoch zufrieden. „Uns fehlte ein Tor, sonst hätten wir das Halbfinale erreicht“, sagte Ramke noch im Turnierverlauf, „aber wir haben uns teuer verkauft.“ Mit seinem Co-Trainer Jan-Philipp Güthler hatte er den Tag über die Zügel fest im Griff. „Alles ist wie am Schnürchen gelaufen“, sagte Ramke. Die Turnierleitung hatten Dörte Eifler, Philipp Ritter und Thomas Heisig übernommen. „Wir hatten keine Probleme“, fasste Dörte Eifler zusammen, „die Mannschaften waren untereinander fair, die Schiedsrichter waren souverän – wir sind rundum zufrieden.“

Benthullen überrascht

Die Gruppe A dominierten Jahn Delmenhorst und der VfL Stenum eindeutig. Die Kreisklassen-Teams Ahlhorner SV, SG Falkenburg/Kickers Ganderkesee und TV Jahn III sammelten allesamt zwei Punkte, spielten sie untereinander doch jeweils unentschieden. In der Gruppe B marschierte der TV Jahn II vorneweg, während sich Benthullen-Harbern nur aufgrund der mehr erzielten Tore vor Ganderkesee setzten konnte. Der VfL Wildeshausen wurde mit seiner Zweitvertretung nach drei Niederlagen Vierter.

Benthullens Trainerin Kora Heißenberg freute sich diebisch über den Einzug in das Halbfinale: „Wir sind sehr zufrieden. Das hätten wir im Vorfeld gar nicht erwartet“, sagte Heißenberg, deren Mannschaft in der Kreisklasse Mitte nach der Hinrunde Platz neun der Tabelle belegt. Dass Regionalligist Jahn Delmenhorst in der Vorschlussrunde eine Nummer zu groß werden würde, konnte man daher erahnen. Dennoch zog sich der krasse Außenseiter beim 0:3 achtbar aus der Affäre.

Bakenhus treffsicher

Nadine Bakenhus vom VfL Stenum avancierte im zweiten Semifinale zur großen Matchwinnerin. Gegen den TV Jahn II erzielte sie den einzigen Treffer in der zehnminütigen Spielzeit. Nach dem Abpfiff strahlte die Torschützin: „Jetzt fordern wir die Regionalliga-Truppe von Jahn im Finale heraus.“

In der Partie um Platz drei spielte sich zunächst aber die Jahn-Reserve den Frust von der Seele und gewann durch Tore von Jenny Eickhoff, Pia Brinkmann und Rieke Möller souverän mit 3:0 gegen Benthullen-Harbern. Deren Trainerin verlor ihre gute Laune aber nicht. „Alles nach der Vorrunde war Bonus für uns“, strahlte Kora Heißenberg.

Das Finale, das von Kevin Stoyke und Nico Menke vom TV Munderloh gepfiffen wurde, wurde zu einem echten Hingucker. Der TV Jahn hatte zwar etwas mehr Spielanteile, aber Stenum setzte immer wieder Ausrufezeichen. „Wir haben es leider verpasst, ein Tor zu erzielen“, sagte VfL-Trainerin Stephanie Sowislok später. Das sollte sich tatsächlich rächen. Jette Haar nach einer feinen Kombination und Maryam Matta per Konter sorgten für den 2:0-Erfolg des Regionalligisten.

Jahn-Trainer Claus-Dieter Meier freute sich über die Titelverteidigung, zollte dem Finalgegner aber gleichermaßen Respekt. „Wir sind unserer Favoritenrolle gerecht geworden und gut mit dem Druck umgegangen“, sagte Meier, „aber Stenum hat sich sehr gut präsentiert.“ Stephanie Sowislok hatte die Finalniederlage auch im Nu verarbeitet. „Wir sind stolzer Zweiter geworden. Die Mädels haben Spaß gehabt und gut dagegengehalten“, freute sich die VfL-Trainerin.

Bei der Siegerehrung dankte Kreisvorsitzender Erich Meenken den Organisatoren des Turniers. Robin Ramke und Jan-Philipp Güthler wurden von Hanna Spille und Celina Lapinski aus ihrer eigenen Mannschaft mit einem Geschenk bedacht. „Ihr habt das alles toll organisiert“, lobte Hanna Spille. Stenums Nadine Bakenhus wurde zur besten Spielerin der Kreismeisterschaften ernannt. Die Auszeichnung zur besten Torhüterin erhielt Svenja Hildebrandt von der SG Falkenburg/Kickers Ganderkesee.

Tobias Göttler Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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