AHLHORN Kaum waren die ersten Ballkontakte bei der Partie der Fußball-Bezirksliga zwischen dem Ahlhorner SV und Eintracht Wiefelstede gezählt, da legten die Gäste unter freundlicher Mithilfe der Platzherren den ersten Treffer vor. Über die linke ASV-Seite kam ein hoher Ball in den Strafraum. Torhüter Alexander Lohrey und Abwehrspieler Kai Brüning, der nicht gerade seinen besten Tag erwischt hatte, waren sich nicht einig und Brünings Abwehrversuch mit dem Kopf senkte sich zum Entsetzen des Ahlhorner Anhangs ins Netz. Später machte ASV-Trainer Carsten Stammermann diesen Moment hauptsächlich für das schwache Spiel seiner Mannschaft und das 1:3 verantwortlich, denn von diesem Schock erholte sich das Team lange Zeit nicht. „Schade, dass mit Marjues Bauer und Sascha Harmuth verletzungsbedingt meine Leitwölfe fehlten, denn dieses Gegentor hat meine Spieler heruntergezogen“, meinte er.

Es folgten wütende Angriffe der Platzherren, die aber zu ungenau vorgetragen wurden. Häufig wurde aber auch zu langsam nachgerückt, so dass die Spitzen zu wenig Unterstützung hatten. Immer wieder schlichen sich Fehler im Abspiel ein, die die agilen Gäste aber zunächst nicht nutzten. Trotzdem ergaben sich Ausgleichsmöglichkeiten. Und auch in der Abwehrarbeit lief beim ASV nicht alles nach Plan.

Nach einem halbherzigen Zweikampf von Kai Brüning nutzte der Wiefelsteder Kim Gabo die sich bietende Möglichkeit und es stand 0:2 (33.). Unmittelbar vor der Pause hatte dann Janek Ruff den Anschlusstreffer auf dem Kopf. Aus wenigen Metern setzte er den Ball aber über die Latte.

Nach dem Seitenwechsel gab es zunächst Leerlauf auf beiden Seiten. Mit der Zeit zeigten sich die Einheimischen aber aggressiver. So traf Kilian Schrinner von außen das Lattenkreuz.

Inmitten einer Drangperiode des Stammermann-Teams fiel dann der dritte Treffer, der die Entscheidung bedeutete. Marcel Kayser nahm einen Ball im Mittelfeld auf, lief noch ein paar Schritte und traf dann genau in den Winkel (62.). Torhüter Alexander Lohrey hatte keine Abwehrchance.

In der Folge gaben die Ahlhorner zwar nicht auf, kamen aber nur noch zu überhasteten Aktionen, die nicht torgefährlich waren. In der Schlussphase kam unnötigerweise Hektik ins Spiel. Der bis dahin gut leitende Schiedsrichter Till Heinemann, der allerdings häufig zu früh gelbe Karten zückte, kam später in Zugzwang und zeigte zunächst dem Wiefelsteder Dennis Spiekermann die Ampelkarte (80.). Nur wenige Minuten später sah Karsten Imort wegen einer angeblichen Tätlichkeit, die der Referee nicht gesehen, sondern lediglich gehört hatte, die rote Karte. Darüber regte sich Gästetrainer Darius Mandok dermaßen auf, dass er vom Schiedsrichter auf die Tribüne geschickt werden musste. Und kaum ging es weiter, da traf es mit ASV-Spieler Silvio Schröder den dritten Akteur, der vorzeitig duschen durfte (88./Gelb-Rot).

Das 1:3 in der Nachspielzeit durch Chris von Behren war schließlich nicht mehr als Ergebniskorrektur.

Viel Zeit zum Nachdenken bleibt den Ahlhornern nicht, denn bereits am Dienstag, 19 Uhr, empfangen sie in der zweiten Runde des Bezirkspokals gegen den viermaligen Pokalsieger SV Brake.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.