Delmenhorst /Wildeshausen Wäre der Konjunktiv im Fußball zulässig, hätte das Topspiel in der Fußball-Bezirksliga zwischen dem SV Atlas Delmenhorst und dem VfL Wildeshausen auch anders ausgehen können. Die 29. Spielminute meinte es allerdings gar nicht gut mit dem VfL, der im mit Spannung erwarteten Gipfeltreffen am Ende mit 0:2 (0:2) das Nachsehen hatte.

Als Wildeshausen so langsam den Respekt vor dem Gegner und der eindrucksvollen Kulisse – 1400 Zuschauer, darunter etwa 300 aus der Kreisstadt – ablegte, bekamen die Gäste nach einer knappen halben Stunde einen Strafstoß zugesprochen. Der Unparteiische zeigte nach einem Foul von Musa Karli an Majues Gebhardt-Bauer zu Recht auf den Elfmeterpunkt.

Aufgrund eines frühen Gegentores von Stefan Kulikow, der nach einem Abpraller von der Latte nicht lange fackelte und das 1:0 für Atlas markierte, hatte Lennart Flege die riesige Chance zum Ausgleich. Der Verteidiger lief an, zimmerte den Ball jedoch unplatziert beinahe mittig aufs Gehäuse – Atlas-Keeper David Lohmann bedankte sich, tauchte an der richtigen Stelle ab und hielt das stramm geschossene Leder sogar fest. Einen wesentlichen Anteil an dieser Aktion hatte Atlas-Coach Jürgen Hahn. Er hatte in der Vorwoche das Wildeshauser 4:0 gegen den TSV Abbehausen beobachtet und sich in der 18. Minute dieser Partie eine nicht unwesentliche Notiz gemacht. Flege war auch in dem Spiel zu einem Elfmeter angetreten und zirkelte die Kugel zum zwischenzeitlichen 2:0 halblinks ins Tor. „Das habe ich mir aufgeschrieben und unserem Torhüter weitergegeben. Dennoch muss man den Ball erst einmal so gut halten“, lobte Hahn die starke Parade von Lohmann.

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Der Schock vom verschossenen Elfmeter saß den Gästen noch in den Gliedern, schon folgte der nächste Tiefschlag: Die 29. Minute lief noch, als sich Dominik Entelmann auf und davon machte und den Sekundenschlaf der unsortierten VfL-Kicker eiskalt ausnutzte – 2:0. Der Jubel auf den Stadionrängen war groß, es begannen vorzeitige Meisterschaftsgesänge.

Im weiteren Verlauf der Begegnung mischte der Tabellenzweite aus dem Landkreis ganz ordentlich mit. Die besten Gelegenheiten zum Anschlusstreffer ließen Gebhardt-Bauer (33.) sowie der starke Maximilian Seidel (65.) allerdings aus. Atlas brachte die Führung schließlich routiniert über die Zeit und ließ sich nach dem letzten Hinrundenspiel vom eigenen Anhang als Herbstmeister feiern. Der VfL hat eine Partie weniger bestritten als Atlas und nun fünf Zähler Rückstand.


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