Falkenburg Ein Saisonstart zum Vergessen liegt hinter den Kreisliga-Fußballern des TV Falkenburg: Die ersten fünf Liga-Spiele gingen allesamt verloren, nur ein Tor steht bisher zu Buche. Auch im Pokal-Wettbewerb war nach der 1:3-Pleite gegen den TuS Hasbergen in dieser Woche Schluss. „Im Moment sehe ich auch nicht, wie wir die Wende schaffen sollen. Solange zu viele Spieler ihre Priorität nicht auf Fußball legen, kann es nicht klappen“, findet Trainer Georg Zimmermann klare Worte. Auf sechs bis acht Spieler musste er zuletzt bei den Spielen immer verzichten. „Wenn ich die Mannschaft immer umstellen muss und nicht mit der Wunsch-Elf antreten kann, ist das einfach nicht optimal.“

Nun geht es am Freitagabend (19.15 Uhr) zum TV Jahn Delmenhorst – und das Spiel könnte den Falkenburgern ganz gelegen kommen. Schließlich holte das Team in der vergangenen Spielzeit vier seiner 20 Saisonpunkte gegen den TV Jahn. „Letztes Jahr war es ein Gegner, der uns gut gelegen hat. Ich habe diese Saison aber schon ein Spiel von ihnen gesehen, der 8:0-Sieg gegen KSV Hicretspor Delmenhorst – und da haben sie sich viel besser präsentiert. Da wären wir chancenlos gewesen“, meint Zimmermann und ergänzt: „Was für uns spricht: Wir haben nichts zu verlieren.“

Auch wenn es bisher nicht rund läuft beim Team, sei die Grundstimmung im Verein durchaus positiv. Nach dem Training oder dem Spiel setze man sich gerne noch zusammen. „Wir sind wie eine mittelgroße Familie. Und auch von Vorstandsseite ist man geduldig und übt keinen Druck aus“, erzählt der Falkenburger Coach.

Nach dem großen Umbruch im Sommer, als sieben neue Spieler aus der A-Jugend zum Kreisligateam stießen, müsse sich die Mannschaft erst einmal einspielen. „Wir haben jetzt zusätzlich zu unseren sehr erfahrenen Spielern eben viele junge dazu bekommen, die sehr ehrgeizig sind und die sich gut entwickeln. Aber es dauert eben seine Zeit, bis sie auf demselben Niveau spielen können wie die älteren“, sagt Zimmermann. Einen großen Schritt hätten bereits Moritz Müller, Jan Kastens und Torwart Tobias Westermann gemacht. Sie haben sich etabliert und sich Stammplätze erkämpft. „Und ich sehe, dass ihre Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist. Da merkt man, wie viel Potenzial noch da ist. Das sind die Momente, die einem als Trainer Freude bereiten.“

Zimmermann coacht die Mannschaft nun schon in der vierten Saison – und leistet Aufbauarbeit. „Das habe ich in Dötlingen zuvor auch gemacht. Die habe ich in der 1. Kreisklasse übernommen und aufgebaut“, sagt der Trainer. Genau auf diese Entwicklung hoffe er nun auch bei seinem jetzigen Verein. „Wir haben eine gute Mannschaft. Ich denke, dass wir in zwei, drei Jahren wieder richtig gut spielen können. Wenn es dazwischen in die Kreisklasse runter geht, ist das eben so. Dann bleiben wir einfach ruhig und arbeiten uns wieder zurück in die Erfolgsspur“, gibt sich Zimmermann zuversichtlich.

Und auch in Sachen Tore gibt der Trainer die Hoffnung nicht auf: „Wir müssen unsere Chancen besser nutzen und brauchen endlich auch mal ein bisschen das Glück auf unserer Seite.“

Gloria Balthazaar Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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