SANDKRUG SANDKRUG/SO - Fußballzwerg Tadschikistan hat in der aktuellen WM-Qualifikation keine große Rolle gespielt: Die Kicker aus der ehemaligen Sowjetrepublik mussten in der Gruppe 6 der Asien-Zone Bahrain und Syrien den Vortritt lassen und sind bereits ausgeschieden. Beim Projekt „WM Schulen – Fair Play for Fair Life“ hingegen hat Tadschikistan noch alle Chancen: Das Land wird vertreten durch die Hatter Waldschule, die als eine von 205 Schulen zur „WM Schule“ auserkoren wurde und nun bis zur Fußball-Weltmeisterschaft eine FIFA-Nation repräsentiert. Die Aktion steht unter der Schirmherrschaft von Bundestrainer Jürgen Klinsmann und Entwicklungshilfe-Ministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. Am Sonnabend, 17. September, tritt das von Lehrer Hans-Gerd Cordes betreute Schülerteam der Waldschule für Tadschikistan beim „Asien-Cup“ auf dem Salzgrafenplatz in Halle (Saale) an. An der „Kontinentalmeisterschaft“ werden die 44 WM-Schulen teilnehmen, die als Patenland ein

asiatisches FIFA-Mitglied zugelost bekommen haben.

Das Hatter Nationalteam bricht am Freitag ab 11.19 Uhr am Sandkruger Bahnhof mit dem Zug auf. Gegen wen es antreten muss, erfährt es am Abend nach der Auslosung der Gruppen.

„Wir möchten natürlich erfolgreicher abschneiden als es Tadschikistan getan hat“, lautet die Zielsetzung von „Teamchef“ Hans-Gerd Cordes. Für die Waldschule treten Arnold Kruse, Jona Brümmer, Marie Kilonzo, Franziska Osterloh, Jannis Hamann, Sebastian Mayr und Ilka Renken an. Die Schüler der Klassen 5 bis 7 spielen allesamt auch in ihrer Freizeit Fußball – beim TV Munderloh bzw. SW Oldenburg. Dennoch betreten sie beim Asien-Cup ungewohntes Terrain: Gekickt wird nach „Streetball“-Regeln, mit vier Spielern – davon zwei Mädchen – ohne Torwart auf einem 10 mal 15 Meter großen Feld mit Banden. Ballgefühl alleine reicht nicht, um zu gewinnen: Über Sieg oder Niederlage entscheiden Fair-Play-Punkte genauso wie die geschossenen Tore. Die Teams sollen Fairness-Regeln untereinander vor dem Anpfiff aushandeln und nach dem Match gegenseitig Fairnesspunkte vergeben. Die besten sechs Mannschaften qualifizieren sich für das Finale vom 8. bis 11. Juni 2006 in Potsdam.

„Die Projektidee ist toll“, findet Cordes. Denn es geht um mehr als nur um Fußball: Die Schüler setzen sich auch im Unterricht mit dem Partnerland auseinander. Außerdem soll ein „Fair Life“-Tag gestaltet werden, der ganz im Zeichen eines entwicklungspolitischen Themas steht.

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