Ahlhorn Modischer Drei-Tage-Bart, entspannte Körperhaltung im Blitzlichtgewitter, ein Lächeln im Gesicht: Menderes Bagci (32) sieht am Sonntagnachmittag in Ahlhorn ausgeruht und sehr zufrieden aus. Einen Tag, nachdem er seinen Titel als Dschungelkönig („Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“) an seinen Nachfolger Marc Terenzi verloren hat, eröffnet der im Rheinland geborene Menderes die neue Viva-Fitness-Filiale an der Wildeshauser Str. 4.

Seine Fans – die meisten zwischen sechs und 60 – stehen geduldig Schlange für ein Autogramm und ein paar Fotos mit ihrem Liebling. Darunter auch die beiden Ahlhornerinnen Birgit Camic und Manuela Kurrat. Menderes gibt ihnen höflich die Hand, dann stellen sich die drei für ein Erinnerungsfoto vor der Wand des Sponsors auf.

Beide Frauen – sie könnten vom Alter her die Mutter des gebürtigen Rheinländers sein – sind entzückt. „Wir mögen seine offene und natürliche Art“, verrät Birgit Camic im Gespräch mit der NWZ . Gemeinsam mit ihrer Freundin verfolgt sie Menderes’ Einstieg ins Showbusiness schon seit dessen allererstem Auftritt bei „Deutschland sucht den Superstar“.

Das war vor 15 Jahren bei der ersten Staffel in 2002. Der damals noch sehr unsicher und mit piepsiger Stimme auftretende gelernte Tankwart scheiterte auf ganzer Linie. Was ihn von vielen anderen Kandidaten unterscheidet, die längst in der Versenkung verschwunden sind: Er kommt jedes Jahr wieder zu DSDS und wird dank Gesangsunterricht tatsächlich besser. 2011 schaffte er es zum ersten Mal in den sogenannten Recall (die nächste Runde). „Mir imponiert sein Durchhaltewillen, dass er nicht aufgegeben hat und immer stärker wird“, ergänzt Manuela Kurrat.

Als RTL-Dschungelkönig hat Menderes Bagci Anfang 2016 noch viele deutsche Fernsehzuschauer mehr überzeugt und einen großen Popularitätsschub erhalten. Wie fühlt er sich nun, wo es einen neuen offiziellen Nachfolger gibt? „Ich habe das Finale am Samstagabend im Fernsehen gesehen“, verrät der 32-Jährige im Gespräch mit der NWZ . „Mit Marc Terenzi hat der Richtige gewonnen, glaube ich. Er ist ein Teamplayer und sehr sympathisch“, beschreibt Menderes seinen Thronfolger. Ist er nun etwas traurig, dass der Titel flöten ist? „Nein, das Leben geht ja immer weiter“, wischt der junge Mann diese Frage mit einer Floskel weg. Wie es jetzt bei ihm weitergeht, wenn mal keine Fitnessstudios oder andere Geschäft etwas zu feiern haben? „Ich hoffe, dass dieses Jahr meine neue Single „Live Your Dreams“ rauskommt“, sagt er. „Meine Autobiografie ist auch gerade erst erschienen.“

Dann nimmt er sich wieder viel Zeit für seine treuen Fans. Mehrere Stunden signiert er geduldig Autogramme, lächelt in Kameras und schüttelt Hände. Menderes Bagci, so scheint es, hat seinen Weg gefunden.

Werner Fademrecht Redakteur / Hatten
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