Wildeshausen Es war nicht unbedingt so erwärmend für die Zuschauer im Krandel-Stadion, was die Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen und TV Jahn Delmenhorst da am Sonntagnachmittag ablieferten. „Wir haben unsere Zuschauer leiden lassen“, meinte denn auch Wildeshausens Coach Klaus Ebel, der sicherlich froh war, als Schiedsrichter Jan-Bernd Hohnhorst (Vechta) die Partie abgepfiffen hatte. Mit dem 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den Tabellenletzten TV Jahn Delmenhorst hatten die Wildeshauser ihre Pflicht zwar erfüllt – mehr war es allerdings auch nicht.

„Das kommt dabei heraus, wenn man zu locker an so ein Spiel herangeht“, schien Ebel einen Grund in der mangelnden Einstellung seiner Elf finden zu wollen. „Wenn der Wurm dann erst einmal drin ist, dann ist es unheimlich schwer, einen Gang höher zu schalten“, erklärte der VfL-Trainer. Auf der anderen Seite war Stefan Blasy, Trainer der als krasse Außenseiter angereisten Delmenhorster, deutlich zufriedener. Im Gegensatz zum Hinspiel, als Jahn auf eigenem Platz mit 0:7 untergegangen war, habe er „ein klasse Spiel“ gesehen. „Wir sind auf einem guten Weg“, hat Blasy deswegen auch noch längst nicht die Hoffnung auf den Klassenerhalt aufgegeben. An der Tabellensituation änderte das Ergebnis indes nichts: Jahn bleibt mit acht Punkten am Tabellenende, der VfL liegt mit 31 Zählern auf Rang vier.

Von Anfang an entwickelte sich kein gutes Spiel. Der TV Jahn versuchte im Rahmen seiner Möglichkeiten so gut wie möglich dagegenzuhalten, was über weite Strecken auch gelang. So waren es in der 28. Minute sogar die Gäste, die sich die bis dato beste Chance herausspielten. Nach einem Ballverlust von Lukas Schneider auf der linken Mittelfeldseite ging es blitzschnell über drei Stationen, ehe der Ball beim quirligen Jahn-Stürmer Bryan Garcia landete. Dieser fand allerdings seinen Meister in VfL-Torhüter Sebastian Pundsack. Zuvor hätten allerdings auch schon die Wildeshauser bei Möglichkeiten von Maximilian Seidel (13.), Janek Jacobs (20.) oder Schneider (25.) in Führung gehen können. Diese holte dann Marcel Hesselmann in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nach: Einen Eckball von Benjamin Bohrer bugsierte der Abwehrspieler – halb mit dem Kopf, halb mit der Schulter – zum 1:0 in die Maschen.

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Nach dem Seitenwechsel wurde die Begegnung etwas besser, wenngleich es den Wildeshausern weiterhin schwer fiel, ihre Angriffe zu einem zwingenden Abschluss zu bringen. Wenn es dann doch gefährlich wurde, stand mit Torhüter Thorben Riechers mehrfach der an diesem Tag stärkste Delmenhorster Akteur im Weg. Seine besten Aktionen zeigte Riechers bei einem 18-Meter-Schuss von Seidel (57.) sowie bei Kopfbällen von Majues Gebhardt-Bauer (58.) und Hesselmann (71.). Chancenlos war der Jahn-Keeper letztendlich nur noch einmal, als Seidel nach uneigennütziger Vorarbeit von Sascha Görke das 2:0 schoss (76.) und damit die Partie entschied.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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