Dünsen Als Werner Podleschny den Weg zur Bühne bestreitet, hält es niemanden mehr auf den Sitzen. Alle 76 Personen im Hotel Rogge Dünsen spenden dem 83-Jährigen Applaus und zollen ihm damit den gebührenden Respekt für eine außergewöhnliche sportliche Leistung. Bereits zum 65. Mal hatte Podleschny, der in Ganderkesee wohnt, aber in Harpstedt seine sportlichen Wurzeln hat, im Jahr 2017 das Deutsche Sportabzeichen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) absolviert und ist mit großen Abstand Rekordhalter im Landkreis.

Er war einer der 61 Sportlerinnen und Sportler, die am Mittwochabend vom Kreissportbund Landkreis Oldenburg (KSB) als „Wiederholungstäter“ ausgezeichnet wurden. Zwischen zehn- und 65-mal hatten sie den jährlichen Leistungs-Check in den Gruppen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination bestanden. „Für jede dieser Prüfungsanforderungen gibt es mehrere Disziplinen, von denen immer eine absolviert werden muss. Damit soll die Sportlichkeit gezielt gefördert werden“, erklärt Ingolf Bahr, Beauftragter des KSB für das Sportabzeichen. Insgesamt gab es im Vorjahr 2292 erfolgreiche Absolventen.

Vielseitigkeit ist gefragt

Gefragt ist neben der sportlichen Fitness auch die Vielseitigkeit. Die Übungen werden in den Bereichen Leichtathletik, Schwimmen, Radfahren und Geräteturnen angeboten. In der Gruppe Schnelligkeit sind es beispielsweise die Disziplinen 100 Meter Laufen, 25 Meter Schwimmen, 200 Meter Radfahren und Geräteturnen. Für jede Altersklasse zwischen sechs und 90 Jahren gibt es unterschiedliche Anforderungen. Die Prüfungen können mit Gold, Silber oder Bronze bestanden werden. Durch lizenzierte Prüfer wird das Sportabzeichen in den Vereinen abgenommen.

„Mit dieser Veranstaltung bekennt sich der KSB zum Sportabzeichen. Es war eine gemütliche Runde, auch wenn alle etwas ins Schwitzen gekommen sind“, sagt Bahr, der die Ehrungsveranstaltung in jedem Jahr in einer anderen Gemeinde ausrichtet. Mit am Tisch im großen Saal in Dünsen saßen unter anderen Stefan Wachholder, Stellvertretender Bürgermeister der Samtgemeinde Harpstedt, Dünsens Bürgermeister Hartmut Post sowie LzO-Vertreterin Christina Bitter. Die Grußworte des KSB richtete der Stellvertretende Vorsitzende Horst Bokelmann aus. Für Unterhaltung sorgte die Einradfahrtruppe Unicycle-Team Harpstedt unter der Leitung von Alexandra Allmandinger, die auf der Bühne mit vier artistischen Einlagen zu beeindrucken wusste. „Sie haben eine ganz tolle Leistung hingelegt“, lobte Bahr.

Schulen sind aktiv beteiligt

Neben den Einzelsportlerinnen und -sportlern wurden neun Vereine und elf Schulen für ihre Aktivität ausgezeichnet. An der Grundschule Harpstedt hatten 164 Kinder das Sportabzeichen bestanden. Das entsprach 55,6 Prozent der Schüler, nötig waren 20 Prozent. Bei den Vereinen lag der TV Falkenburg, bei dem auch Podleschny aktiv ist, mit 158 Teilnehmern ganz vorne. 58,6 Prozent der Mitglieder hatten die Prüfung absolviert, mindestens fünf Prozent wurden benötigt. Für jede der Schulen und Vereine gab es einen Geldpreis in Höhe von 100 Euro.

Zum ersten Mal wurden dieses Mal auch einige Prüfer eingeladen, die sich durch besonderen Einsatz hervorgetan haben. „Sie sind ein wichtiges Bindeglied und elementarer Bestandteil des Sportabzeichens“, sagt Bahr. Insgesamt 130 lizenzierte Prüfer gibt es in den Vereinen im Landkreis. Dazu zählt übrigens auch Podleschny, der trotz seiner 83 Jahre immer noch eine gültige Lizenz besitzt.

Arne Jürgens Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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