Birkenbusch Drei Jahre hat Lars Sündermann aus Schlutter an seiner „Gazelle“ gebaut. Beim „Abfliegen“ des Modellflugclubs (MFC) Dötlingen am Samstagnachmittag schickte der Ganderkeseer seinen elektrisch betriebenen Hubschrauber-Nachbau auf dem Modellflugplatz in Birkenbusch in der Nähe von Neerstedt in den Herbsthimmel.

Ein bisschen war Lars Sündermann die Anspannung vor dem Start anzumerken. Er atmete tief durch, drückte auf der Fernlenkung den Starknopf für die Rotoren – und nach kurzer Anlaufzeit hob sich das Helikoptermodell langsam aber sicher in die Luft. Sechs Minuten hatte der Hobbypilot nun Zeit, sein Modell auf dem Flugplatz schweben, drehen und schließlich wieder landen zu lassen.

Seit sechs Jahren ist Sündermann im Verein. „An das Modell bin ich per Zufall gekommen. Es sollte ein Prototyp für eine Baukastenserie werden. Wurde dann aber doch noch nicht genommen. Über Umwege kam ich an den Modellbau. Allerdings fehlten noch viele Details, die ich dann in Kleinarbeit anfertigte und einbaute“, erinnert sich der Modellflieger zurück.

In seinem „Privat-Hangar“ im eigenen Heim stehen noch andere Hubschraubermodelle. Darunter ein „Airwolf“ und zwei im Bau befindliche Helikopter.

Jens Gutsche, Pressewart des Modellflugclubs, der seit 1988 sein Domizil in der Gemeinde Dötlingen hat, freute sich an diesem Nachmittag über den guten Zuspruch aus den Vereinsreihen zum Abfliegen. „Jeder hat noch einmal seine besonderen Flieger mitgebracht“, sagte Gutsche. Tatsächlich mussten die Hobbypiloten fast Schlange stehen, um ihre Flieger und Helikopter in den Himmel zu schicken.

Die Zeit dazwischen versüßten sich die Piloten und das Bodenpersonal sprichwörtlich mit Kuchen und wärmendem Kaffee, den jeder angesichts der doch recht kühlen Temperaturen gut gebrauchen konnte.

Im ausklingenden Vereinsjahr haben die Mitglieder des MFC wieder einiges auf die Beine gestellt. „Wir haben den Sicherheitszaun komplett erneuert und verbessert. Auch Zuschauer sind durch einen kleineren Absperrzaun von den Maschinen und Piloten getrennt. Das bringt Sicherheit“, meinte Gutsche.

Vorteile habe auch der Geländetausch mit dem Landwirt, der die angrenzenden Flächen bewirtschaftet, gebracht. Gutsche: „Der dadurch entstandene vergrößerte Parkraum und Platz für die Vorbereitung bringt deutlich mehr Entspannung bei größeren Veranstaltungen.“

Im Ausblick auf das kommende Jahr liegt der Schwerpunkt auf Maßnahmen gegen Vandalismus. Gedacht ist an ein ausgeklügeltes Überwachungssystem zum Schutz vor Einbrechern. „Leider hatten wir ungebetene Gäste. Das soll nicht wieder passieren“, so Gutsche.

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