HUDE Der TV Hude wähnt sich schon fast im wie Hollywood-Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Wieder vier Stunden hart gearbeitet, dem Gegner die Stirn gezeigt, und wieder wurden der hohe Einsatz sowie die gute Leistung nicht belohnt. Die 7:9-Niederlage bei der TSG Burg Gretesch sorgte für Frust beim Tischtennis-Oberligisten und erinnerte stark an den ähnlichen Spielverlauf im Heimspiel gegen den TSV Lunestedt.

„Langsam wird es haarig. Wir haben nun schon einige wertvolle Punkte liegen lassen“, trauerte Hudes Trainer Tim Feistel dem verpassten Teilerfolg hinterher. Für den Aufsteiger war es die vierte Pleite in Folge – 5:15 Punkte und Platz zehn lautet die inzwischen etwas abgemagerte Bilanz.

Dabei sah es kurz vor dem Zielstrich klar nach einem Unentschieden zwischen den beiden Weser-Ems-Vertretern aus. Im abschließenden Doppel überrannten Felix Lingenau und Alexander Dimitriou ihre Gegenüber Imanuel Mieschendahl und Florian Lampe in den ersten beiden Sätzen mit 11:8 und 11:7. Und auch im dritten Abschnitt gab das TVH-Gespann zunächst den Ton an, konnte aber den alles entscheidenden letzten Punkt nicht realisieren. Um Haaresbreite rissen die Osnabrücker das Ruder noch herum und schickten die demoralisierten Huder ins Tal der Tränen. Mit 11:13, 13:15 und 10:12 hatten Lingenau und Dimitriou in den Sätzen drei bis fünf jeweils in der Verlängerung das Nachsehen und hatten stets Matchball in den Durchgängen – knapper geht es nicht.

„Wir hatten in einzelnen wichtigen Phasen des Doppels ganz einfach Pech. Wenn man jedoch im dritten, vierten und fünften Satz jeweils Matchbälle vergibt, dann kann das in der Summe doch nur Unvermögen sein. Vom Ergebnis her war es ganz bitter in Gretesch“, zeigte sich Lingenau enttäuscht.

Vor dem dramatischen Finale lieferten sich die beiden Teams, die sich aus früheren Jahren sehr gut kennen, einen mitreißenden Tischtennis-Nachmittag. Auf Seiten des Turnvereins war das Plus die Homogenität aller sechs Akteure – jeder gewann ein Einzel. Bei den Osnabrückern war es dagegen die Genialität dreier starker Einzelkönner, die zum Erfolg führten. Das sehenswerteste Match lieferten sich der für Hude spielende Peter Graham und Torben Jürgens. Zwar verlor Graham dieses hochklassige Einzel in fünf Abschnitten, dafür siegte der Nordire aber im Krimi gegen Mieschendahl.

Zum Abschluss der Hinserie bittet der TV Hude am kommenden Sonntag in der Halle am Huder Bach den Tabellenvorletzten TTSG Wennigsen zum Kellerduell. „Da muss ein Sieg her“, fordert Feistel unmissverständlich ein versöhnliches Ende der Hinrunde. Und falls es wieder so eng zugehen sollte, hat Lingenau ein Versprechen parat: „Ich bin sicher, das Schlussdoppel gewinnen wir wieder.“

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